9. September 2026

Pressemitteilung | Die besten Fotospots auf den Ostfriesischen Inseln: Vom endlosen Strand über Nebelschwaden im Wäldchen bis zum 50 Jahre altem Schiffswrack

Wer im Herbst über die Ostfriesischen Inseln spaziert, dem fallen jede Menge Fotomotive ins Auge. Auch dann dank des warmen Lichts und der vielen Farben. Orange für den Sanddorn, Rot für Hagebutten oder Blau für die Nordsee. Alles schöne Bilder, die mit der Kamera eingefangen werden wollen. Wo man die schönsten Fotomotive auf den sieben Inseln findet, welche Regeln dabei zu beachten sind und wie man Licht und Natur am besten einfängt.

Norderney: Die besten Dünenblicke und der Muschelsauger „Pionier“
„Eigentlich ist ja die gesamte Insel ein einziger Hotspot“, sagt Uwe Schneider, Pressesprecher der Staatsbad Norderney GmbH. Aber er hat natürlich auch noch spezielle Tipps auf Lager, wo sich im Herbst besonders schöne Fotos auf Norderney schießen lassen. Um die schöne Dünenlandschaft einzufangen, empfiehlt Schneider den Blick von den Thalasso-Plattformen Dünensender und am alten Postweg. Wer zu den Zugvogeltagen (vom 10. bis 18. Oktober 2026) nach Norderney reist, bekommt die gesammelte Vogelschar von der Vogelbeobachtungshütte am Südstrandpolder am Deichweg vor seinen Sucher. Auch vom Sielteich am Deichweg hat man einen wunderbaren Blick. Ebenfalls tolle Bilder liefern die Salzwiesen und der Strand zwischen Osthellern und Ostende. Hier befindet sich zudem mit dem Wrack des 1967 gestrandeten Muschelsaugers „Pionier“ ein sehr beliebtes Fotomotiv.

Juist: Wenn Nebelschwaden im Wäldchen aufziehen
Ihre persönlichen Lieblingsmotive für den Herbst verrät Julia Findeisen von der Kurverwaltung Juist: „Zu meinen Hotspots gehören der Blick von der Strandpromenade bei Sonnenuntergang auf die Dünenlandschaft und den Strand sowie der menschenleere Strand bei Sonnenaufgang.“ Ihre weiteren Empfehlungen sprechen zwar weniger für sonniges Wetter, sind aber definitiv echte Hingucker: Wer die Nebelschwaden im Wäldchen oder ein Gewitter am Strand einfängt, hat definitiv zu Hause etwas zu zeigen – oder auf Instagram zu posten.
Justyna Czapala ist Fotografin auf Juist. Auch sie hat ihre persönlichen Foto-Hotspots: „Das sind auf jeden Fall der Strand und die Dünen, außerdem der Hafen – besonders ganz früh am Morgen –, das Wattenmeer bei Sonnenuntergang, der Hammersee und natürlich das Billriff. Gerade hier lohnt es sich, sich Zeit zu nehmen und die Weite, die Wolken und die Strukturen im Sand zu beobachten.“ Sie schätzt die kleinen Details im Herbst: „Besonders schön sind die goldenen Blätter, Muscheln, Spuren im Sand, Regentropfen oder Tautropfen in Spinnennetzen und bewegter Strandhafer.“

Spiekeroog: Mit dem Weitwinkel an den Oststrand, Nachtaufnahmen vom Utkieker
Auch auf Spiekeroog finden herbstliche Fotografen eine mannigfaltige Auswahl: So lohnt es sich zum Beispiel, die Strandaufgänge mit einem großen Weitwinkelobjektiv anzusteuern. Am Damenpad eröffnet sich eine schöne Sicht sowohl Richtung Strand und Meer als auch zurück über die Dünen bis ins Wattenmeer. Am Haus Wolfgang wiederum überblickt man den weiten, offenen Oststrand. Ein Klassiker ist die Aussichtsdüne Utkieker, wo die gleichnamige Bronzefigur des deutschen Bildhauers Hannes Helmke steht. Das Objektiv schweift bis zu den Nachbarinseln und bekommt bei klarem Wetter leuchtende Sonnenuntergänge geboten. Die erhöhte Lage macht den Utkieker zudem zu einem guten Ort für Nachtaufnahmen auf der Sterneninsel Spiekeroog – dafür sollte man nicht sein Stativ vergessen. Weitere Motiv-Tipps sind der Blick vom Lesepavillon, wenn am späten Nachmittag die tief stehende Sonne durch die Dünen zieht und das Westend. Hier wird die Landschaft rauer und ursprünglicher, ideal für dramatische Bilder – von heranziehenden Wolkenfronten oder brechenden Wellen.

Borkum: Halloween-Atomsphäre auf dem Walfängerfriedhof, Zugvögel von der Kiekhütte aus beobachten
Besondere Bilder verspricht auch der Walfängerfriedhof am Alten Leuchtturm auf Borkum. Gerade im Herbst, wenn Halloween naht, lässt sich dieser Ort perfekt in Szene setzen. Neben großen Walknochen schauen auch einige Totenköpfe von Grabsteinen. Weniger mystisch, dafür umso schöner ist die Brücke über die Salzwiesen in der Greune Stee (beim Loopdeelenweg Ronde Plate) und die Aussichtsdüne Steerenklipp, die einen weiten Blick ins Watt und den Neuen Deich ermöglicht. Wenn man hier weiter Richtung Strand läuft, kommt man an einer Kreuzung vorbei, an der noch alte Schienen liegen. Früher fuhren dort Züge bis ins Ostland. Die Baumkronen bilden dort einen Tunnel und deren Blätter färben sich im Herbst besonders schön. Für Vogel-Bilder empfiehlt sich ein Abstecher zur Kiekhütte Rededamm.

Wangerooge, Langeoog und Baltrum: Wo Fotografen die schönsten Aussichten finden
Fakt ist: Jede der Ostfriesischen Inseln ist eine Reise für Hobby-Fotografen wert, auch und gerade im Herbst. Die Auslöser bekommen überall genug zu tun. Auf Wangerooge lohnt sich ein Besuch der Aussichtsplattformen: Von der Jever-Aussichtplattform im Osten der Insel genießt man einen sehr guten Blick über das Watt und die Nordsee. Auch der Sonnenaufgang ist hier wunderbar einzufangen. Zudem ist die Fahrt mit der Inselbahn durch die geschützten Salzwiesen eine super Fotogelegenheit, denn man gelangt nur während der Fahrt in diesen sensiblen Lebensraum. Mit einem guten Zoom lässt sich übrigens von Wangerooge auch sehr gut „Pötte gucken“. Sprich, die großen Containerschiffe beobachten, die auf den drei großen Schifffahrtswegen Elbe, Weser und Jade die Nordsee durchfahren. Apropos Schifffahrt: Generell startet die Motivsuche bereits mit der Anreise auf der Fähre, während der einiges zu sehen ist.
Ein klassisches Fotomotiv auf Langeoog ist der historische Wasserturm, das weithin sichtbare Wahrzeichen der Insel. Von der Melkhörndüne, höchster Punkt des Eilands, eröffnet sich ein großartiger Panoramablick über die Dünen und das Meer. Das Flinthörn mit seinen Salzwiesen und schmalen Pfaden eignet sich ideal für stimmungsvolle Naturaufnahmen. Auf Baltrum, der kleinsten Ostfriesin kann man an der Westkopfspitze tolle Bilder vom Meer und den Brandungsmauern (Buhnen) schießen. Von Willis Utkiek hat man einen herrlichen Blick über Strand und Nordsee, von der Großen Aussichtsdüne über die Insel und deren Dünenlandschaft.  Weitere beliebte Motive sind der Südstrand mit Blick Richtung Norderney, Morgens zum Sonnenaufgang der Blick über die Salzwiesen sowie das Molenfeuer am Baltrumer Hafen.

Tipps vom Fotografen: Nicht mit einem fertigen Bild im Kopf losgehen
Fotograf Lars Wehrmann ist regelmäßig auf Juist unterwegs: „Was ich Hobbyfotografen mitgeben würde: Nicht unbedingt nach dem einen spektakulären Fotospot suchen, sondern nach dem richtigen Moment. Derselbe Ort sieht am Nachmittag ziemlich unscheinbar aus und würde für sich genommen wahrscheinlich kaum auffallen. Erst das Zusammenspiel aus dem warmen Morgenlicht und der Ruhe macht daraus für mich ein besonderes Motiv.“
Ein Ratschlag des Fotografen: „Gerade im Herbst bieten die Inseln dafür unglaublich viele Möglichkeiten. Tief stehendes Licht, Nebel, Wolken oder auch vermeintlich schlechtes Wetter können eine ganz alltägliche Szene plötzlich besonders machen. Mein Tipp wäre deshalb, sich Zeit zu nehmen, das Licht und die Umgebung zu beobachten und nicht schon mit einem fertigen Bild im Kopf loszugehen.“

Regeln fürs Fotografieren im Nationalpark Wattenmeer
So unendlich der Fundus an guten Fotomotiven auf den Inseln auch sein mag, es gibt es auch ein paar wichtige Regeln zu beachten. Der Nationalpark Wattenmeer führt drei No Gos an: In ein Brutgebiet laufen und direkt ein Nest knipsen, eine Fotosafari auf die Seehundbank sowie Nahaufnahmen von kranken und hilflosen Tieren. Dazu ist der Einsatz von Drohnen über Nationalparks und anderen Naturschutzgebieten verboten. Gerade bei Tieraufnahmen gilt: Die besten Aufnahmen entstehen, wenn die Tiere sich absolut ungestört fühlen.

Weitere Informationen unter: www.ostfriesische-inseln.de


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Nina Genböck
nina.genboeck@genboeckpr.de
Tel.: 030 22487701

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