29. Juli 2021

Nationalpark-Region Hohe Tauern Kärnten: Wo Slow Food Villages Orte des guten Lebens sind

Was wäre der passende Titel, wenn ein Aufenthalt in der Nationalpark-Region Hohe Tauern Kärnten ein Kinofilm wäre? „Fast and furios“ wohl definitiv nicht. Dann schon eher „Slow and joyful“.
Denn das Entschleunigen und das bewusste Genießen stehen in den drei Slow Food Villages der Region im Vordergrund. Insgesamt gibt es in Kärnten nur zehn dieser Villages und die Konzentration in der Nationalpark-Region Hohe Tauern überrascht nicht. Denn hier wusste man schon immer, dass viel Zeit und ganz viel Mut, Verantwortung zu übernehmen, notwendig sind, um Lebensmittel in hoher Qualität zu produzieren und zu verarbeiten. Und diese Qualität schmeckt man in den Villages, den Orten des guten Lebens.

Slow Food Village Obervellach:
Unterwegs auf einem der höchstgelegenen Weinberge, in einer Reindling-Backstube und auf einem Erlebniswanderung
Obervellach ist eines der weltweit ersten Slow Food Villages. Kein Wunder, denn das Dorf im Herzen des Mölltals hat sich dem guten Leben, dem echten Geschmack und dem Genuss mit allen Sinnen verschrieben. Der Slow Food-Gedanke wird von allen Generationen gelebt. Schon die Kinder und Jugendlichen beteiligen sich bereits mit Slow Food-Projekten in der Schule – dazu gehört auch das gemeinsame Zubereiten von gesunden Speisen mit Köchen aus dem Dorf. Der Supermarkt des Ortes stellt dafür kostenlos Zutaten zur Verfügung, die er erübrigen kann – ein besonders gutes Zeichen gegen die Lebensmittelverschwendung.
Und auch die Gäste können viel von der Slow Food-Kultur des Ortes erleben – bei Wein- und Erlebniswanderungen oder auch bei einem Besuch in der Reindling-Backstube.
Wein in einem Nationalpark? Den gibt es – und zwar auf dem Weinberg in Flattach im Nachbardorf von Obervellach. Nicht nur einige der edelsten Tropfen stammen aus dieser Region – auch die höchsten: Auf 880 Metern Seehöhe erzeugt Ernestine Berger auf ihrem Weinberg GrafenBERGERin in Flattach Spitzenqualität. Den alpinen Weingarten hat sie alleine bepflanzt und betreut ihn auch eigenhändig. Die Passion von Ernestine Berger für ihren Wein kann man bei Wanderungen durch die Weinberge mit fachkundiger Führung erleben und bei Verkostungen schmecken.
Eine weitere Slow Food Village Erlebniswanderung gibt es zur Launsberghütte. Eine Kräuterexpertin begleitet die Rundwanderung und verköstigt ihre Mitwanderer mit regionalen Schmankerln.
Ein Kärnten-Urlaub ohne Reindling ist möglich, aber es würde etwas besonders Gutes fehlen. Deshalb gibt es in Obervellach die Reindling-Backstube. Das Back-Kunstwerk begleitet die Kärntner durchs Jahr: Es gibt den Oster- und den Weihnachtsreindling, aber auch den Goten-, Hochzeits- und den Wanderreindling. In der Backstube erfährt man an jedem zweiten Montag im Monat viele Geschichten rund um die Kärntner Spezialität und nimmt natürlich auch seinen selbst gebackenen Reindling mit nach Hause.

Slow Food Village Berg im Drautal:
Alte Sorten – Junge Genussproduzenten
Pustertaler Sprinzen, Appenzeller Rinder und Altsteirer Hühner. Noch nie gehört? Es handelt sich dabei um sehr alte Haustierrassen, die sich im malerischen Örtchen Berg am Fuße der Emberger Alm so richtig wohlfühlen. Sie genießen die klimatisch begünstigte Lage von Berg im Drautal, in der auch Wein, Edelkastanien und seltene historische Obst- und Getreidesorten wunderbar gedeihen.
Seit Generationen ist man sich dieser wertvollen Schätze bewusst. Die Bauern von Berg im Drautal bauen diese alten Sorten an und bewahren damit eine beeindruckende biologische Vielfalt. Auch die Jungen führen die Tradition fort und haben große Freude daran, die nächste Generation in ihrer Heimat und die Gäste der Region mit ihrer Begeisterung für das Lebensmittelhandwerk anzustecken. Essenswerter und lebenswerter – so lautet das Motto. Die hervorragenden Gastronomiebetriebe im Ort veredeln unter anderem das Fleisch vom Biohof Langnerhof, verwenden für das Frühstück die verschiedenen Käsesorten vom Binterhof und Marmeladen und Säfte vom Blasibauer.
Einen Besuch wert ist die Buschenschenke Hupfa auf dem Schlussnig in Berg im Drautal, in 820 Metern Höhe. Hier ist man überzeugt, dass „Wein in Wasser aufgelöstes Sonnenlicht ist“ und hat einen wunderbaren Platz geschaffen, um sich mit einem erlesenen Glas Wein und positiver Energie zu verwöhnen. Weingartenführungen finden hier ebenso statt wie gemeinsames Törggelen im Herbst. Sogar Hochzeiten sind an diesem magischen Ort möglich.

Slow Food Village Irschen:
Eine öffentliche Kochwerkstatt und Frauenpower im Natur- und Kräuterdorf erleben
Wer zum ersten Mal nach Irschen kommt, wird von der wunderbaren Lage des kleinen Bergdorfs auf der Sonnenterrasse hoch über dem Drautal begeistert sein. „Gemeinsam und mit viel Genuss“ lautet hier die Philosophie und damit ist das Kräuterdorf ein perfektes Slow Food Village. Man legt großen Wert auf die Erhaltung der Nahrungsmittel-Vielfalt: Einheimische Lebensmittel werden gefördert und die Begeisterung für gesundes und wertvolles Essen gibt man auch gerne an die Gäste der Region weiter.
In der ersten öffentlichen Kochwerkstatt können Besucher an jedem ersten Dienstag im Monat die Vielfalt des Geschmacks von Lebensmitteln erfahren, die aus guter und sauberer Erzeugung aus der unmittelbaren Umgebung kommen. Die Slow Food-Profis aus Irschen bieten einen Einblick in ihre Kochtöpfe und Backöfen. Es wird verkostet, geschmeckt und gerochen und alles dreht sich dabei um die vielfältige Geschmackswelt des Slow Foods.
Irschen ist aber auch vor allem bekannt als Kräuterdorf. Bereits seit fast 30 Jahren setzt man im Dorf auf die sorgsame Verarbeitung von Wild- und Gartenkräutern. In Irschen sind es übrigens oft die Frauen, die sich das Wissen der Kräuter aneignen und auch gerne weitergeben. So kann man sich auf den Weg begeben mit der Kräuterpädagogin Rosmarie Kranabetter, um alles über die zunächst unscheinbaren Heilmittel entlang der Wiesen und Wege im Kräuterdorf Irschen zu erfahren. Aromapraktikerin Andrea Huber beschäftigt sich intensiv mit der Heilkraft der Bäume und bietet eine Kräuterdufttherapie an. Und um die Urlaubs-Entschleunigung mit nach Hause zu nehmen und sie bei Bedarf reaktivieren zu können, sollte man unbedingt einen „Irschner Wohlfühltee“ als Souvenir mit nach Hause nehmen.

Weitere Informationen unter: www.nationalpark-hohetauern.at 


Pressebilder


Download der Presseinformationen

Pressemitteilung als PDF-Datei
(385,17 kB)


Pressekontakt

Nina Genböck
nina.genboeck@genboeckpr.de
Tel.: 030 22487701

Sie suchen weiteres Bildmaterial?

Zum Bildarchiv

Der Nationalpark Hohe Tauern ist mit über 1.800 Quadratkilometern das größte und älteste Schutzgebiet Mitteleuropas. Bereits 1981 wurde der Nationalpark in Kärnten gegründet, heute erstreckt er sich über die Bundesländer Kärnten, Salzburg und Tirol. Größter und bekanntester Berg ist der Großglockner und die bekannteste Straße ist die 1935 eröffnete Großglockner Hochalpenstraße – eine der bekanntesten Passstraßen der Alpen. Über 10.000 verschiedene Tierarten leben im Nationalpark, unter anderem die Big5 der Alpen: Steinbock, Gams, Murmeltier, Steinadler und Bartgeier. Mit den engagierten Nationalpark-Rangern können sich Besucher auf die Spuren dieser und anderer Tiere begeben oder gemeinsam weit hinauf ins Hochgebirge wandern.

Wo die Berge hoch sind, sind auch die Wasser wild. Und so hat auch in der Nationalpark-Region Hohe Tauern Kärnten das Wasser, das vom Berg ins Tal fließt, eine Erlebniswelt geschaffen, die Wassersportler lieben werden: von rauschenden Bächen über reißende Flüsse und wilde Schluchten bis zu tosenden Wasserfällen. Bestens geeignet für Canyoning- und Rafting-Touren oder für einen Ausflug mit dem Kanu.

Die Nationalpark-Region Hohe Tauern Kärnten bietet ursprüngliche, alpine Natur pur, in der jeder sein Lieblingsplätzchen findet.

Zur Website

Nationalpark-Region Hohe Tauern in Kärnten - Weitere Pressemeldungen

Ganz weit weg vom Alltag ist man sicher auf dem „HOCHoben Campingplatz im Bergsteigerdorf Mallnitz. Er liegt auf einer Höhe von 1.200 Metern. © Patrick Sommeregger Baurecht
25. Mai 2021

Fußball-Golf-Runden und mit dem SUP unterwegs auf der Drau. In der Nationalpark-Region Hohe Tauern Kärnten wird Camping zum Erlebnis

Man wird es fühlen, man wird es riechen, man wird es atmen. So nah und intensiv erlebt man die weite Natur in der Nationalpark-Region Hohe Tauern in Kärnten. Insgesamt 18 Campingplätze gibt es in einer der schönsten Regionen Österreichs. Jeder Platz mit einem eigenen Charakter und mit einem großen Freizeitangebot – und immer mit dem Blick auf die herrliche Bergwelt, zu der auch der 3.798 Meter hohe Großglockner gehört. Auf 1.856 Quadratkilometern stehen 878 Kilometer Wanderwege zur Verfügung. Führungen mit den Nationalpark Rangern, zum Beispiel auf den Spuren der Steinböcke, werden zum besonderen Erlebnis. Genauso wie die ersten Versuche beim Fußballgolf oder das wilde Reiten auf den Wellen der Drau mit dem Kanu oder mit dem Kajak auf der Möll. Nach der langen Zeit der Einschränkungen spürt man hier, mitten in der Natur, wieder die schönen Seiten des Lebens und kann sie mit allen Sinnen genießen. 

Mehr erfahren

Von der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe genießt man einen fantastischen Ausblick auf den Großglockner, den höchsten Berg Österreichs.  © Albin Niederstrasser
31. August 2020

Nationalpark-Region Hohe Tauern Kärnten im Herbst: Mit Rangern zum Alpenkönig, erste Skitage auf dem Gletscher, Slowfood in drei Dörfern

Im Herbst haben Genusswanderer und Naturliebhaber Hochsaison. Die Nationalpark-Region Hohe Tauern Kärnten verwandelt sich in der goldenen Jahreszeit in eine unvergessliche bunte und farbenprächtige Berglandschaft. Geführte Rangertouren auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe, ein Besuch in den Slowfood-Dörfern oder Wandern und Skifahren am Mölltaler Gletscher bieten ein abwechslungsreiches Programm für den Herbsturlaub.

Mehr erfahren

Der Steinbock ist der „König der Alpen“. Im Haus der Steinböcke kann man alles über seine Lebensweise erfahren.  © NPHT/M. Lackner
2. Juni 2020

Neu: Haus der Steinböcke – eindrucksvolle Ausstellung über den Alpenkönig in der Nationalpark-Region Hohe Tauern Kärnten

Nach erfolgreichen Bemühungen um die Wiederansiedelung ab den 1960er-Jahren ist der Alpensteinbock untrennbar mit den Hohen Tauern und dem Glocknergebiet verbunden. Im Haus der Steinböcke in der Nationalpark-Region Hohe Tauern Kärnten bekommen Besucher spannende Einblicke in das Leben des imposanten Alpenkönigs. Herzstück ist die Ausstellung „Der König und sein Thron“, die das Hochgebirge und den König selbst zum Erlebnis macht.

Mehr erfahren

Mit Blick in die Berge der Nationalparkregion Hohe Tauern in Kärnten kann man sich im Weinberg der Buschenschenke Hupfa in Berg im Drautal trauen lassen. © Buschenschenke Hupfa
12. Juli 2019

Die fünf besten Tipps aus der Nationalpark-Region Hohe Tauern Kärnten: Ja-Sagen im Weinberg, Gold waschen, duftende Kräuter besuchen, Flusspaddeln und Kurvenfahren bis auf 2.500 Meter

Wer in die Nationalpark-Region Hohe Tauern in Kärnten reist, erwartet hohe Berge, Wasserfälle, klare Bergseen, dichte Wälder und viele Wildtiere. All das bekommt man auch. Aber natürlich gibt es noch viel mehr zu sehen und zu erleben. Abseits der vielen Wanderwege kann man beispielsweise im Weinberg heiraten, am Fluss Gold waschen, in einem Dorf an Kräutern schnuppern, auf der Drau paddeln und über eine der schönsten Straßen bis an den Fuß des Großglockners fahren. Die fünf besten Tipps außerhalb der Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern in Kärnten:

Mehr erfahren

Der Weg durch die Raggaschlucht bei Flattach verläuft über Holzstege. Hier ist es auch im Hochsommer immer angenehm kühl. © Nationalpark Hohe Tauern Kärnten / K. Dapra
15. Mai 2019

Nationalpark-Region Hohe Tauern Kärnten: Wanderungen zu Wasserfällen – einfache Burnout-Prävention im Sommerurlaub

Urlaub kann nicht nur erholsam sein, sondern auch richtig gesund machen. Und das ganz ohne Medikamente, Kurbetrieb und Arztbesuche. Eine Studie in der Nationalpark-Region Hohe Tauern in Kärnten belegt, dass Aufenthalte im Mikroklima eines Wasserfalls nachhaltig Stress abbauen. So kann man im Nationalpark also beides, Urlaub und Gesundheitsvorsorge, miteinander verbinden, ohne dass man sich an Termine halten muss. Denn wer zu den Wasserfällen und durch die Schluchten wandert, atmet automatisch und ganz nebenbei die gesunde, ionenhaltige Luft ein und verringert so das Burnout-Risiko, stärkt das Immunsystem und die Lungenfunktion.

Mehr erfahren