7. Juni 2017

Die Schutzhütten des Deutschen Alpenvereins in den Tiroler Bergen. Teil 3: Das Kölner Haus – Halver Hahn und Rosenmontag oberhalb von Serfaus

Bereits vor über hundert Jahren bauten unterschiedliche Sektionen des Deutschen Alpenvereins Schutzhütten in Tirol. 132 Hütten betreibt der DAV heute in Tirol. Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen, Nordrhein-Westfalen oder Berlin gaben ihren Schutz- und Wanderhütten Namen ihrer Städte. 1929 wurde das Kölner Haus oberhalb von Serfaus erbaut. Heute ist es sowohl für Skifahrer als auch für Wanderer ein beliebter Dreh- und Angelpunkt. Und wenn die Rheinländer im Juli zur Kölner Bergwoche kommen, ist es fast so schön wie zu Karneval am Rhein.

Köln mitten in der Tiroler Bergwelt: Halver Hahn, Kölsche Kaviar und ein echtes Kölsch

Natürlich steht das Kölner Haus allen Wanderern und allen Geschmäckern offen, Kölner Bergfreunde werden sich hier aber besonders wohl fühlen. Die Hüttenwirte Anja Hangl und Walter Kerscher wurden mit dem DAV-Gütesiegel ausgezeichnet – dafür, dass sie Fleisch, Käse, Joghurt und weitere Produkte von ortsansässigen Bauern beziehen. Imker aus der Umgebung liefern den Honig, sogar das Mineralwasser stammt aus der Region. So viel zum allgemeinen kulinarischen Angebot im Kölner Haus. Nach Gröstl, Schlutzkrapfen, Kaspressknödel und Kaiserschmarrn weist die Speisekarte nämlich auch typisch Kölsche Gerichte auf: Halver Hahn oder Kölsche Kaviar met Öllig un Röggelche. Dazu ein Früh Kölsch und das Heimweh an den Rhein ist auch mitten in den Tiroler Bergen sofort verflogen.

Wanderwoche für alle Kölner zwischen 2 und 80

Wem das noch nicht reicht mit Heimatbezug, der kann im Sommer zur generationsübergreifenden Wander- und Aktionswoche kommen. Jedes Jahr mitten im Juli veranstaltet man nämlich im Kölner Haus diese Wanderwoche. Dann steht für die Mitglieder der Sektion Rheinland die Kölner Bergwoche mit Themenwanderungen, geführten Gipfeltouren, Kletterkursen und natürlich jeder Menge Kölschem Humor auf dem Programm – den übrigens auch die Tiroler Wirtsleute teilen. Ihr Motto für das gemeinsame Leben lautet „Nichts ist beglückender als den Menschen zu finden, den man den Rest seines Lebens ärgern kann“.

Die Geschichte des Kölner Hauses: Eröffnung 1929, Erweiterung in den 80er-Jahren

Von Köln bis Serfaus sind es gut 670 Kilometer. Damals, Anfang des 20. Jahrhunderts, führte die Straße nur bis Ried im Tiroler Oberland. Die letzten gut zehn Kilometer bis Serfaus musste man zu Fuß zurücklegen. Also eine ziemlich lange und beschwerliche Reise für all jene, die 1929, an der Eröffnung des Kölner Hauses teilnehmen wollten. Heute kann man in wenigen Minuten mit der Komperdellbahn zum Kölner Haus auf 1.965 Metern hinauf schweben. Aber damals dauerte eben alles etwas länger, auch die Bauarbeiten wurden erst im allerletzten Moment fertig – Dank einer Nachtschicht der Schreiner. Am 1. September 1929 schließlich war dann alles fertig und die Stadt Köln schenkte der Sektion Rheinland ein eisernes Schild mit dem Kölner Wappen drauf. Es hängt noch heute am Haus. Das Kölner Haus wurde jedoch schnell zu klein. Jährlich kamen mehr Menschen, allzu oft gab es mehr Besucher als Betten. Eine Erweiterung wurde nötig, doch der Zweite Weltkrieg verhinderte den Ausbau vorerst. 1956 bekam die Alpenvereinssektion Rheinland das Haus von der Treuhand zurück. Da war die Komperdellbahn mit ihrer Bergstation kurz oberhalb des Kölner Hauses schon in Planung. Ein Grund mehr, das Haus nun endlich umzubauen. 1968 waren die Arbeiten für eine große Sonnenterrasse und ein größeres Matratzenlager abgeschlossen. Die zweite große Erweiterung gab es dann 1983 mit dem neuen Trakt an der Nordseite des Hauses.

Viele Angebote für Wanderer nicht nur aus dem Rheinland

Bewirtschaftet wurde das Kölner Haus in seinen fast 90 Jahren von nur drei verschiedenen Pächterfamilien. Seit vier Jahren sind Anja Hangl und Walter Kerscher die neuen Hüttenwirte des Kölner Hauses. Sie haben für ihre Gäste drei gemütliche Stuben, Einzel-, Doppel- und Mehrbettzimmer sowie ein Matratzenlager. Und weil Walter zugleich geprüfter Bergwanderführer ist, gibt es auch geführte Wanderungen. Vom Kölner Haus geht es zur Hexenseehütte oder zum Blankasee, auf den Oberen Sattelkopf, den Furgler oder auf den Beutelkopf, man wandert über den Truienweg, den Brunnenkopfsteig oder den beliebten Adlerweg. Im Sommer gibt es außerdem Wanderwochen unter dem Motto „alleine reisen, gemeinsam wandern“ und die „Bergferien für Familien“. Es ist also wirklich für jeden etwas dabei. Sogar für die Kinder, denn die Region Serfaus-Fiss-Ladis bietet auch den kleinen Besuchern viele spannende Bergerlebnisse.

Das Kölner Haus in der Wintersaison

Im Winter lohnt sich ein Besuch im Kölner Haus natürlich auch. Jeden Mittwoch wartet auf die Besucher die Adventure Night mit großer Abendkarte, Fleisch- und Käsefondue oder Schweinshaxe. Zurück ins Tal geht es mit der Rodel auf der beleuchteten Bahn.

 

Die Öffnungszeiten richten sich nach dem betrieb der Serfauser Bergbahnen.

Sommer: 25. Juni bis 22. Oktober 2017.

Winter: 7. Dezember 2017 bis 15. April 2018.

 

Informationen: www.koelner-haus.at

 

In fünf Presseaussendungen stellen wir Ihnen folgende Hütten vor:

  1. Die Berliner Hütte im Zillertal
  2. Die Dresdner Hütte im Stubai
  3. Das Kölner Haus in Serfaus
  4. Das Württemberger Haus am Lechtaler Höhenweg
  5. Die Coburger Hütte bei Ehrwald

 

Wenn Sie selbst einmal auf eine Alpenvereinshütte Ihres Bundeslandes wandern wollen, melden Sie sich gerne bei uns.


Pressebilder


Download der Presseinformationen

Pressemitteilung als PDF-Datei
(240,32 KB)


Pressekontakt

Nina Genböck
nina.genboeck@genboeckpr.de
Tel.: 030 22487701

Sie suchen weiteres Bildmaterial?

Zum Bildarchiv

Gipfelsiege feiern, steile Felswände erklimmen und Berge auf dem Bike bezwingen, Skitouren gehen, Langlaufen oder die präparierten Pisten hinunter düsen. All dies wird in Tirol belohnt: Mit Ausblicken, die man nie wieder vergisst. Heimat und Tradition, Aufbruch und Moderne, Kultur und Kulinarik geben dem Land sein Gesicht.

Nord- und Osttirol, das geografisch abgetrennt ist, bilden das drittgrößte Bundesland Österreichs. Der Großglockner ist mit 3.798 Metern der höchste Berg Tirols und Österreichs. Der höchste Gipfel in Nordtirol ist die Wildspitze mit 3.768 Metern. Die Hauptstadt Tirols ist Innsbruck. Von hier aus ist man in wenigen Autominuten in den Bergen.

Zur Website

Tirol Werbung - Weitere Pressemeldungen

Werner Haberfellner ist Lawinensprengmeister auf der Nordkettte in Innsbruck. © Tirol Werbung/Heinzlmeier
14. November 2018

Ein Lawinensprengmeister, ein Standesbeamter, eine Seilbahn-Fachfrau und ein Off-Piste-Guide – in Tirol gibt es viele spannende Berufe im Winter

Viele Tiroler haben im Winter ganz besondere Berufe. Tätigkeiten und Orte machen diese Jobs so einzigartig. Die meisten dieser Arbeitnehmer findet man auf den Bergen, mitten im Schnee. Oft ist ihnen ihr Beruf Berufung. Vier Beispiele.

Mehr erfahren

Gemeinsam mit den Gästen wandert Pilloni beispielsweise zur Falzthurnalm. © Tirol Werbung/Hörterer
31. Oktober 2018

Winterwandern in Tirol: Ruhige Aussichten, viele Gämsen und abgelegene Hütten. Ein Liftbetreiber, ein Ranger und ein Wanderführer verraten ihre Geheimtipps

Wenn es um die schönsten Wege, die besten Aussichtspunkte und die ruhigsten Orte geht, kennen sich die Einheimischen meist am besten aus. So ist es auch in Tirol. Man muss sie nur fragen, die Ranger, Pistenraupen-Fahrer oder Wanderführer, und schon bekommt man nicht nur wertvolle Tipps, sondern meist auch noch spannende Geschichten dazu erzählt. Drei Tiroler stellen ihre liebsten Winterwanderungen vor:

Mehr erfahren

Nach der Winter-Sonnenaufgangswanderung im Kaisertal gibt es ein uriges Frühstück auf der Ritzau Alm. Wenn man dannach wieder ins Freie tritt, kommt einem die weiße Schneelandschaft noch heller vor als sonst. © Tirol Werbung/Soulas
18. Oktober 2018

Vom ersten Winter-Weitwanderweg Tirols bis zur Sonnenaufgangswanderung im Schnee: Zu Fuß die verschneiten Tirol Berglandschaften erkunden

Den Winter in all seiner Schönheit und Intensität erlebt man beim Wandern wohl am besten. Da wundert es nicht, dass fast 61 Prozent der Deutschen ihren Winter-Urlaubsort auch nach den Winterwander-Möglichkeiten aussuchen. 28 Prozent der Deutschen wandern im Winter aktiv, ab dem 50. Lebensjahr sind es sogar 38 Prozent. Besonders viele und schöne Winter-Wanderwege gibt es in Tirol. Man kann sie mit Guide oder alleine gehen, zum Sonnenaufgang unterwegs sein, Tiere beobachten oder durch stillgelegte Skigebiete spazieren. Seit Kurzem gibt es sogar einen Winter-Weitwanderweg in Tirol – natürlich mit Gepäcktransport.

Mehr erfahren

Am Wildseelodersee in Fieberbrunn spielen am 9. September Weisenbläser. © Toni Niederwieser
16. August 2018

Mit den Tiroler Sommer-Bergbahnen den Herbst genießen: Kunst, Kulinarik und Kultur auf den Bergen in Tirol

Nach diesem heißen Sommer ist die Freude auf den Herbst besonders groß. Und wo könnte man ihn besser genießen als auf den Bergen in Tirol? Mit den 20 zertifizierten Tiroler Sommer-Bergbahnen gelangen Besucher ganz einfach mitten hinein in die faszinierende Gipfelwelt und können gleichzeitig von den spannenden Herbst-Angeboten auf den Bergen profitieren.

Mehr erfahren

Sepp Kahn betreibt die Lärchenbergalm am KAT-Walk. Nebenbei schreibt er Gedichte und Geschichten und gilt in der Region als Almliterat. © Tirol Werbung / L. Hörterer
6. Juni 2018

Fünf Tiroler Leben abseits von Berggipfel und Höhenrausch: Ein Kapellmeister, ein Almliterat, ein Organist, ein Chronist und eine Serien-Führerin

Für die meisten steht Tirol für Berge und für Menschen, die mit den Bergen zu tun haben. Doch es gibt auch Tiroler und Tirolerinnen, die nicht ausschließlich in der Natur unterwegs sind. Sie machen Musik, schreiben Gedichte, beschäftigen sich mit der Vergangenheit oder mit den Auswirkungen der modernen Medienwelt. Irgendwie spielen aber selbst bei diesen Menschen die Berge, die Natur dann doch immer eine wichtige Rolle. Fünf Tiroler Kulturschaffende, die einem ganz andere Seiten des Lebens in den Bergen zeigen.

Mehr erfahren