29. Mai 2017

Die Schutzhütten des Deutschen Alpenvereins in den Tiroler Bergen. Teil 2: Die Dresdner Hütte – vor 142 Jahren die erste Schutzhütte im Stubaital

Bereits vor über hundert Jahren bauten unterschiedliche Sektionen des Deutschen Alpenvereins Schutzhütten in Tirol. 132 Hütten betreibt der DAV heute in Tirol. Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen, Nordrhein-Westfalen oder Berlin gaben ihren Schutz- und Wanderhütten Namen ihrer Städte. So wurde bereits im August 1875 die Dresdner Hütte als erste Schutzhütte im Stubaital und als zwanzigste Hütte des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins eingeweiht. Sie erlebte eine wechselvolle Geschichte: von den Um- und Ausbauten seit den 1920er-Jahren bis zur Eröffnung des Gletscher-Skigebietes und damit der Erschließung einer völlig neuen Gästeschicht im Winter.

Die Dresdner Sektion im Wuppertal und viele sächsische Gäste nach dem Fall der Mauer

Das besondere Kapitel begann für die Dresdner Hütte eigentlich erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Auf Grund der unrühmlichen Geschichte des Alpenvereins während des Krieges wurden sämtliche Sektionen nach dem Krieg aufgelöst und der Alpenverein verboten, die Hütten wurden einer österreichischen Treuhänderschaft unterstellt. Erst fünf Jahre später, 1950, wurde in Westdeutschland der Alpenverein wieder neu gegründet. In Ostdeutschland blieb er verboten. Einige ehemalige Mitglieder aus Sachsen gründeten 1953 die Dresdner Sektion trotzdem neu – allerdings in Wuppertal. So konnten sie im Jahr 1967 die Dresdner Hütte zurück erwerben. Für alle anderen ostdeutschen Wanderfreunde blieb die Verbundenheit während der DDR-Zeit bestehen. Nach dem Fall der Mauer und der wiedererlangten Reisefreiheit gab es einen regelrechten Ansturm sächsischer Gäste auf der Dresdner Hütte.

Über 100 Teilnehmer beim Sachsensausen im Januar

In der Dresdner Hütte selbst zeugen heute Bilder aus Dresden, dem Elbtal und dem Elbsandsteingebirge der Sächsischen Schweiz von der Verbundenheit zur Sektion. Und natürlich besuchen auch heute noch viele Dresdner gerne „ihre“ Hütte. Aber jährlich am dritten Wochenende im Januar ist die Hütte richtig fest in sächsischer Hand. Dann findet nämlich das alljährliche Skirennen „Sachsensausen“ statt. Die Übernachtungsplätze sind lange im Voraus ausgebucht und die Begeisterung kennt auch alterstechnisch keine Grenzen: Gefahren werden die Rennen in Kategorien von fünf bis 70 Jahren. Bereits 1959 wurde das Skirennen von namhaften Bergsteigern gegründet. Seit der Wiedervereinigung reisen jedes Jahr im Januar bis zu 140 Sachsen ins Stubaital, um beim „Sachsensausen“ anzutreten und danach gemeinsam zu feiern.

 Der Hütten-Allrounder: im Sommer Wandergäste, im Winter kommen die Skifahrer

Mit der Eröffnung der Stubaier Gletscherbahn im Jahr 1973 kamen auch die Skifahrer in die Dresdner Hütte und wurden schnell zu Stammgästen. Vor dem Skitourismus war die Hütte von Oktober bis Februar geschlossen, mittlerweile sind die Skifahrer die größte Gästegruppe der Dresdner Hütte. Im Frühjahr kommen dann noch die Skitourengeher und im Sommer natürlich nach wie vor die Wanderer und Bergsteiger. Diese Doppelrolle als Ski- und Schutzhütte ist eine Besonderheit unter den DAV-Hütten.

 Ausflugsangebote im Sommer: Stubaier Höhenweg, Top of Tyrol und Klettersteige

Im Sommer ist die Dresdner Hütte ein hervorragender Ausgangspunkt, um den Stubaier Höhenweg zu gehen. Er führt auf sieben Etappen rund 100 Kilometer und über 8.000 Höhenmeter durch die Stubaier Alpen, vorbei an insgesamt acht Hütten. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und die richtige Ausrüstung sind aber Voraussetzung, denn der Stubaier Höhenweg ist ein schwarzer Bergweg und führt ausschließlich durch alpines Gelände. Wer es etwas gemütlicher möchte, kann im Bereich der Stubaier Gletscherbahnen den Rundwanderweg der Dresdner Hütte gehen. Höhepunkt des Weges und leicht erreichbar ist die Gipfelplattform „Top of Tyrol“ auf 3.210 Metern Höhe auf der Felskuppe des Großen Isidors. Über Metallstufen gelangt man auf die Plattform und genießt von dort eine hervorragende Rund- und Fernsicht über die nahen Gletscher der Stubaier Gipfel bis hin zu den Dolomiten, den Ötztaler Alpen und hunderten weiteren Gipfeln. Klettersteig-Freunde finden ebenfalls ein großes Angebot rund um die Dresdner Hütte. Für Anfänger und Kinder gibt es einen Übungsklettersteig direkt neben der Hütte. Auf dem etwas anspruchsvolleren Fernau Klettersteig ist man rund zwei Stunden unterwegs und überwindet 200 Höhenmeter, für Klettersteig-Profis empfiehlt sich der Fernau Express, der zu den schwierigsten Klettersteigen Österreichs zählt.

 Übernachtungen und Kulinarik in der Dresdner Hütte

Insgesamt verfügt die Dresdner Hütte über 140 Betten in Zwei- und Mehrbettzimmern. Alle Zimmer haben fließend Wasser und Etagenbetten. Zusätzlich gibt es eine Sauna, eine Infrarotkabine und einen Trockenraum mit beheizter Schuhaufhängung und Fußbodenheizung. Die Preise variieren im Sommer von 26 Euro pro Übernachtung mit Frühstück für Vereinsmitglieder bis 29 Euro im Winter. Optional kann Halbpension zur Übernachtung gebucht werden.

 Hüttenwirte aus Überzeugung

Bereits in der vierten Generation – seit 1908 – bewirtschaftet die Familie Hofer die Dresdner Hütte. Sie verwöhnt ihre Gäste mit Tiroler Hausmannskost aus der heimischen Landwirtschaft, Wildgerichten aus der eigenen Jagd und internationalen Spezialitäten.

 

Öffnungszeiten Sommer: 26. Juni bis Ende September 2017.

Öffnungszeiten Winter: Ende Oktober 2017 bis Anfang Mai 2018.

Informationen: www.dresdnerhuette.at

 

In den Presseaussendungen stellen wir Ihnen folgende Hütten vor:

  1. Die Berliner Hütte im Zillertal
  2. Die Dresdner Hütte im Stubai
  3. Das Kölner Haus in Serfaus
  4. Das Württemberg Haus am Lechtaler Höhenweg
  5. Die Coburger Hütte bei Ehrwald

 

Wenn Sie selbst einmal auf eine Alpenvereinshütte Ihres Bundeslandes wandern wollen, melden Sie sich gerne bei uns.


Pressebilder


Download der Presseinformationen

Pressemitteilung als PDF-Datei
(325,56 kB)


Pressekontakt

Nina Genböck
nina.genboeck@genboeckpr.de
Tel.: 030 22487701

Sie suchen weiteres Bildmaterial?

Zum Bildarchiv

Gipfelsiege feiern, steile Felswände erklimmen und Berge auf dem Bike bezwingen, Skitouren gehen, Langlaufen oder die präparierten Pisten hinunter düsen. All dies wird in Tirol belohnt: Mit Ausblicken, die man nie wieder vergisst. Heimat und Tradition, Aufbruch und Moderne, Kultur und Kulinarik geben dem Land sein Gesicht.

Nord- und Osttirol, das geografisch abgetrennt ist, bilden das drittgrößte Bundesland Österreichs. Der Großglockner ist mit 3.798 Metern der höchste Berg Tirols und Österreichs. Der höchste Gipfel in Nordtirol ist die Wildspitze mit 3.768 Metern. Die Hauptstadt Tirols ist Innsbruck. Von hier aus ist man in wenigen Autominuten in den Bergen.

Vom Fuße der berge dauert es dann nur noch eine Gondelfahrt, bis Kinder im Erlebnispark toben, Naturliebhaber das einzigartige Panorama genießen oder Abenteuerlustige ihren Adrenalinspiegel in die Höhe treiben können. Die 20 qualitätsgeprüften Tiroler Sommer-Bergbahnen entführen in die Tiroler Bergwelt und machen das herrliche Panorama, die frische Luft und die abwechslungsreiche Natur für jedermann erlebbar: für Entdecker von Gletschereishöhlen genauso wie für Abenteurer auf Sommerrodelbahnen oder Klettersteigen. Vor allem Kinder können auf Wasserspielplätzen oder Themenwegen die Natur spielerisch kennenlernen. Alle Sommer-Bergbahnen haben sich auf ein konkretes Themenangebot spezialisiert und wurden nach strengen Qualitätskriterien geprüft. Das Gütesiegel der Tiroler Sommer-Bergbahnen verspricht unabhängig vom Angebot der jeweiligen Bergbahn vor allem eines: Gipfelglück für alle.

Zur Website

Tirol Werbung - Weitere Pressemeldungen

Gemeinsam wird beim Familienurlaub in Tirol die Natur entdeckt. © Tirol Werbung / Pupeter Robert
14. Juli 2020

Tirol für die ganze Familie: Urlaub in den Tiroler Familiennestern, auf dem Bauernhof und mit der Biene Line

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für einen Familienurlaub nach dem Lockdown. Und Tirol ist dafür der richtige Ort: Beim Urlaub am Bauernhof oder in einem der Tiroler Familiennester entdeckt man das Urlaubsgefühl und die Freude an der Natur neu. Und Biene Line ist der Star des Sommers. Sie sorgt für Spaß und begleitet die kleinen und großen Gästen durch die Tiroler Naturerlebnisse.

Mehr erfahren

Kaspressknödel, Rezeptstrecke ©Tiro Werbung Koschitzki Kathrin
9. April 2020

Kaiserschmarrn-Rezept, Jodel-Workshops und Fitness-Tipps: Unter dem Hashtag #MitAbstandnah gibt es für Tirol-Fans viel Unterhaltsames für Zuhause

Auch in herausfordernden Zeiten bleibt Tirol mit seiner Community in Kontakt. Ein Blick aus dem Fenster, in der Ferne die Tiroler Bergwelt im Abendlicht. Dazu die Botschaft „Mit Abstand nah“. So sah das erste Facebook-Posting der Tirol Werbung nach der krisenbedingten Kommunikationspause aus. „Wir wollen auf die aktuelle Situation Bezug nehmen, dabei aber auch Zuversicht ausdrücken und vor allem mit unseren Gästen im In- und Ausland verbunden bleiben“, sagt Patricio Hetfleisch, der Marketing- und Kommunikationsleiter der Tirol Werbung.

Mehr erfahren

Tirol_Logoklein
13. März 2020

Update zur aktuellen Coronavirus-Situation in Tirol

Informationen der Tirol Werbung, Stand 13.03.2020, 11.30 Uhr

Für ganz Tirol wurden mit der Ankündigung des Landes Tirols vom 12. März 2020 weitere Vorsichtmaßnahmen zur Eindämmung und Bekämpfung der Verbreitung des Coronavirus umgesetzt. Im gesamten Landesgebiet werden alle Seilbahnen am Sonntag 15. März 2020 ihren letzten Betriebstag haben. Beherbergungsbetriebe (Hotels, Apartments, Privatzimmer usw.) werden im Laufe des Montags, 16. März 2020, geschlossen.
Diese umfassenden Maßnahmen erfolgen in enger Abstimmung der Behörden und des Tiroler Tourismus. Die Gesundheit und Sicherheit der Tiroler Bevölkerung, der MitarbeiterInnen der touristischen Betriebe des Landes und der Gäste aus aller Welt hat oberste Priorität.

Weitere Informationen: www.tirol.at

Mehr erfahren

Tirol_Logoklein
12. März 2020

Aktuelle Informationen zur Coronavirus-Situation in Tirol

Information der Tirol Werbung vom 12. März 2020:
Die Gesundheit der Tiroler Gäste und der Bevölkerung hat oberste Priorität. Es ist uns daher ein großes Anliegen, Sie über die derzeitige Situation zum Coronavirus sowie die weiteren Maßnahmen der österreichischen Bundesregierung und des Landes Tirols zur Eindämmung des Coronavirus in Österreich und Tirol zu informieren. Dies betrifft unter anderem Freizeiteinrichtungen und Veranstaltungen.
Aktuelle Informationen und Antworten auf alle wichtigen Fragen zu diesem Thema finden Sie auf www.tirol.at/informationen-coronavirus
Diese Informationen werden laufend aktualisiert.

Mehr erfahren