22. Mai 2017

Die schönsten Schutzhütten des Deutschen Alpenvereins in den Tiroler Bergen – Teil 1: Die Berliner Hütte, ein Prachtbau aus der Gründerzeit

Eine Hütte mit Telefonanschluss, Postamt, Schuhmacher-Werkstatt und Denkmalschutz

Dass die Berliner Hütte etwas ganz Besonderes ist, bemerkt man sofort, wenn man durch die Tür in die Eingangshalle tritt – eine Art Foyer aus Zirbenholz mit einem Kronleuchter. Auf einer Höhe von 2.042 Metern liegt der beeindruckende Bau inmitten der grandiosen Gipfelwelt der Zillertaler Alpen. Bereits 1879 wurde die Hütte erbaut und bis 1911 mehrmals erweitert. Sie gilt noch heute als eine der größten Hütten im Alpenraum. Mit der Erweiterung gehörte zur Berliner Hütte auch noch ein eigenes E-Werk. Sie verfügte bis in die 30er-Jahre über ein eigenes Postamt, hatte die erste Telefonleitung im hinteren Zillertal und eine Schuhmacherwerkstatt für die Bergsteiger. Als erste Hütte des Deutschen Alpenvereins (DAV) wurde die Berliner Hütte 1997 unter Denkmalschutz gestellt. Seither muss sie auf Grund ihrer Besonderheiten so erhalten werden, wie sie ist. Restauriert wird nach alten Plänen und so gibt es in guter Berliner Tradition rund um die Hütte immer eine Baustelle.

Eine Hütte mit Damensalon ohne Diskriminierung

Die Berliner Hütte steht auch für ein Kapitel der Geschlechtergeschichte im Deutschen Alpenverein. Viele DAV-Sektionen lehnten bis 1960 eine Vollmitgliedschaft von Frauen ab. So auch die Berliner Sektion, was die eine oder andere Berliner Alpinistin dazu bewegte, der Sektion Zillertal beizutreten, bei der es diese Diskriminierung nicht gab. Zeugnis dieser Entwicklung ist der bis heute existierende Damensalon, ein Schmuckstück der Zillertaler Handwerkskunst, das den Glanz der 20er-Jahre wiederspiegelt. Seit 2006 besteht eine Patenschaft der Sektion GOC München e.V.  (Gay Outdoor Club), die sich finanziell und mit Arbeitseinsätzen an der denkmalgerechten Sanierung beteiligt.

Übernachten und Kulinarik in der Berliner Hütte

Obwohl die Berliner Hütte immer wieder mit einem Grandhotel verglichen wird, sind die Übernachtungspreise durchaus mit einfacheren Schutzhütten vergleichbar.

Hüttenwirt Rupert Bürgler: „Die Hütte ist zwar sehr groß, aber es sollte doch eine Hütte bleiben. Mit nicht zu hohen Erwartungen. Sie ist denkmalgeschützt und Natur pur.“

Deshalb zahlen Alpenvereinsmitglieder 17 Euro im Matratzenlager, Nichtmitglieder dürfen für 30 Euro übernachten. Insgesamt haben 200 Gäste Platz, sie können ihre Übernachtung auch mit Halbpension buchen. Kulinarisch werden Sie von Hüttenwirt Rupert Bürgler und seinem Team mit Hausmannskost und regionalen Spezialitäten verköstigt. Seit vielen Jahren ist die Berliner Hütte Ziel von Hochtouren-Gehern, Kletterern, Tagesgästen und Weitwanderern, Ski-Bergsteigern oder Schneeschuh-Wanderern.

Berliner Höhenweg und Klettergarten

Die Berliner Hütte bildet den Start und das Ziel des Berliner Höhenweges. Dieser Weg verbindet auf einer Länge von rund 40 Kilometern die Berliner Hütte, das Furtschaglhaus, die Olpererhütte, das Friesenberghaus und die Gamshütte und immer hat man einem sensationellen Blick auf die Zillertaler Bergwelt. Rund 20 Minuten von der Berliner Hütte entfernt liegt der Klettergarten, auch bestens für Kinder geeignet ist. Das Gelände liegt in einem Gebiet mit geneigten Felsplatten, die bis zu 30 Meter langen Routen sind mit vielen Bohrhaken bestens abgesichert.

Öffnungszeiten Sommer: Mitte Juni bis Ende September 2017 geöffnet

Informationen: www.dav-berlin.de

In den nächsten Presseaussendungen stellen wir Ihnen folgende Hütten vor:

  1. Die Berliner Hütte im Zillertal
  2. Die Dresdner Hütte im Stubai
  3. Das Kölner Haus in Serfaus
  4. Das Württemberg Haus am Lechtaler Höhenweg
  5. Die Coburger Hütte bei Ehrwald

 

Wenn Sie selbst einmal auf eine Alpenvereinshütte Ihres Bundeslandes wandern wollen, melden Sie sich gerne bei uns.


Pressebilder


Download der Presseinformationen

Pressemitteilung als PDF-Datei
(416,14 KB)


Pressekontakt

Nina Genböck
nina.genboeck@genboeckpr.de
Tel.: 030 22487701

Sie suchen weiteres Bildmaterial?

Zum Bildarchiv

Gipfelsiege feiern, steile Felswände erklimmen und Berge auf dem Bike bezwingen, Skitouren gehen, Langlaufen oder die präparierten Pisten hinunter düsen. All dies wird in Tirol belohnt: Mit Ausblicken, die man nie wieder vergisst. Heimat und Tradition, Aufbruch und Moderne, Kultur und Kulinarik geben dem Land sein Gesicht.

Nord- und Osttirol, das geografisch abgetrennt ist, bilden das drittgrößte Bundesland Österreichs. Der Großglockner ist mit 3.798 Metern der höchste Berg Tirols und Österreichs. Der höchste Gipfel in Nordtirol ist die Wildspitze mit 3.768 Metern. Die Hauptstadt Tirols ist Innsbruck. Von hier aus ist man in wenigen Autominuten in den Bergen.

Zur Website

Tirol Werbung - Weitere Pressemeldungen

Werner Haberfellner ist Lawinensprengmeister auf der Nordkettte in Innsbruck. © Tirol Werbung/Heinzlmeier
14. November 2018

Ein Lawinensprengmeister, ein Standesbeamter, eine Seilbahn-Fachfrau und ein Off-Piste-Guide – in Tirol gibt es viele spannende Berufe im Winter

Viele Tiroler haben im Winter ganz besondere Berufe. Tätigkeiten und Orte machen diese Jobs so einzigartig. Die meisten dieser Arbeitnehmer findet man auf den Bergen, mitten im Schnee. Oft ist ihnen ihr Beruf Berufung. Vier Beispiele.

Mehr erfahren

Gemeinsam mit den Gästen wandert Pilloni beispielsweise zur Falzthurnalm. © Tirol Werbung/Hörterer
31. Oktober 2018

Winterwandern in Tirol: Ruhige Aussichten, viele Gämsen und abgelegene Hütten. Ein Liftbetreiber, ein Ranger und ein Wanderführer verraten ihre Geheimtipps

Wenn es um die schönsten Wege, die besten Aussichtspunkte und die ruhigsten Orte geht, kennen sich die Einheimischen meist am besten aus. So ist es auch in Tirol. Man muss sie nur fragen, die Ranger, Pistenraupen-Fahrer oder Wanderführer, und schon bekommt man nicht nur wertvolle Tipps, sondern meist auch noch spannende Geschichten dazu erzählt. Drei Tiroler stellen ihre liebsten Winterwanderungen vor:

Mehr erfahren

Nach der Winter-Sonnenaufgangswanderung im Kaisertal gibt es ein uriges Frühstück auf der Ritzau Alm. Wenn man dannach wieder ins Freie tritt, kommt einem die weiße Schneelandschaft noch heller vor als sonst. © Tirol Werbung/Soulas
18. Oktober 2018

Vom ersten Winter-Weitwanderweg Tirols bis zur Sonnenaufgangswanderung im Schnee: Zu Fuß die verschneiten Tirol Berglandschaften erkunden

Den Winter in all seiner Schönheit und Intensität erlebt man beim Wandern wohl am besten. Da wundert es nicht, dass fast 61 Prozent der Deutschen ihren Winter-Urlaubsort auch nach den Winterwander-Möglichkeiten aussuchen. 28 Prozent der Deutschen wandern im Winter aktiv, ab dem 50. Lebensjahr sind es sogar 38 Prozent. Besonders viele und schöne Winter-Wanderwege gibt es in Tirol. Man kann sie mit Guide oder alleine gehen, zum Sonnenaufgang unterwegs sein, Tiere beobachten oder durch stillgelegte Skigebiete spazieren. Seit Kurzem gibt es sogar einen Winter-Weitwanderweg in Tirol – natürlich mit Gepäcktransport.

Mehr erfahren

Am Wildseelodersee in Fieberbrunn spielen am 9. September Weisenbläser. © Toni Niederwieser
16. August 2018

Mit den Tiroler Sommer-Bergbahnen den Herbst genießen: Kunst, Kulinarik und Kultur auf den Bergen in Tirol

Nach diesem heißen Sommer ist die Freude auf den Herbst besonders groß. Und wo könnte man ihn besser genießen als auf den Bergen in Tirol? Mit den 20 zertifizierten Tiroler Sommer-Bergbahnen gelangen Besucher ganz einfach mitten hinein in die faszinierende Gipfelwelt und können gleichzeitig von den spannenden Herbst-Angeboten auf den Bergen profitieren.

Mehr erfahren

Sepp Kahn betreibt die Lärchenbergalm am KAT-Walk. Nebenbei schreibt er Gedichte und Geschichten und gilt in der Region als Almliterat. © Tirol Werbung / L. Hörterer
6. Juni 2018

Fünf Tiroler Leben abseits von Berggipfel und Höhenrausch: Ein Kapellmeister, ein Almliterat, ein Organist, ein Chronist und eine Serien-Führerin

Für die meisten steht Tirol für Berge und für Menschen, die mit den Bergen zu tun haben. Doch es gibt auch Tiroler und Tirolerinnen, die nicht ausschließlich in der Natur unterwegs sind. Sie machen Musik, schreiben Gedichte, beschäftigen sich mit der Vergangenheit oder mit den Auswirkungen der modernen Medienwelt. Irgendwie spielen aber selbst bei diesen Menschen die Berge, die Natur dann doch immer eine wichtige Rolle. Fünf Tiroler Kulturschaffende, die einem ganz andere Seiten des Lebens in den Bergen zeigen.

Mehr erfahren