18. Oktober 2018

Vom ersten Winter-Weitwanderweg Tirols bis zur Sonnenaufgangswanderung im Schnee: Zu Fuß die verschneiten Tirol Berglandschaften erkunden

Den Winter in all seiner Schönheit und Intensität erlebt man beim Wandern wohl am besten. Da wundert es nicht, dass fast 61 Prozent der Deutschen ihren Winter-Urlaubsort auch nach den Winterwander-Möglichkeiten aussuchen. 28 Prozent der Deutschen wandern im Winter aktiv, ab dem 50. Lebensjahr sind es sogar 38 Prozent. Besonders viele und schöne Winter-Wanderwege gibt es in Tirol. Man kann sie mit Guide oder alleine gehen, zum Sonnenaufgang unterwegs sein, Tiere beobachten oder durch stillgelegte Skigebiete spazieren. Seit Kurzem gibt es sogar einen Winter-Weitwanderweg in Tirol – natürlich mit Gepäcktransport.

Winter-Weitwandern – vier Tage durch die Olympiaregion Seefeld

Der Weitwander-Trend ist jetzt auch im Winter angekommen. In der Olympiaregion Seefeld gibt es den ersten Winter-Weitwanderweg Tirols. Von Unterleutasch führt er in vier Tagesetappen über Leutasch, Mösern und Kirchplatz wieder zurück zum Ausgangspunkt. Der Clou: Zu dieser Weitwanderung kann man einen Gepäcktransport buchen, dann wartet die frische Kleidung für den nächsten Wandertag gleich in der gebuchten Unterkunft. Unterwegs gibt es genügend Hütten und Almen, um die regionalen Spezialitäten wie Knödelsuppe oder Kaiserschmarrn zu verkosten, sich aufzuwärmen oder auf der Terrasse in der Sonne sitzend die herrlichen Winter-Panoramen zu genießen. Besonders sehenswert auf dieser Weitwanderung durch die Olympiaregion Seefeld sind die Aussichtsplattformen am Kurblhang und Brunschkopf, die täglich um 17 Uhr läutende Friedensglocke in Mösern, das Bergbauernmuseum Ropferstubn und natürlich die wunderschöne Winter-Landschaft. Die Wanderung kann mit Übernachtungen und Gepäcktransport von Anfang Dezember bis Ende März gebucht werden.

Schneelandschaften im zurückgebauten Skigebiet im Tiroler Oberland genießen

Viele, vor allem kleinere Skigebiete in Tirol gehen mittlerweile neue Wege. Liftanlagen werden zurückgebaut und wo einst Pisten präpariert wurden, kann man nun über die Hänge wandern. So ein Beispiel ist das ehemalige Skigebiet am Mutzkopf in Nauders im Tiroler Oberland. Der Lift wurde hier beibehalten, er bringt die Wanderer einmal pro Woche in die Höhe. Rund um den Genussberg Mutzkopf, wie er jetzt genannt wird, wurde ein ausgedehntes Netz an beschilderten Winterwanderwegen und Loipen angelegt. Mit festem Schuhwerk, Schneeschuhen oder Langlaufskiern können die Gäste die auch im Sommer sehr beliebten Naturjuwele Grüner See und Schwarzer See erwandern. Der große Vorteil am Mutzkopf: Man ist aus dem Ort ohne kraftraubende Anstiege schnell in der Höhe und kann dann in Ruhe der Bergwelt und die einzigartigen Naturlandschaften genießen. Die fünf verschiedenen Rundwanderwege am Mutzkopf sind zwischen 700 Metern und 10,5 Kilometern lang.

Winterliche Sonnenaufgangswanderung im Kaisertal

Das Glitzern des Schnees hat einen besonderen Reiz. Da ist es egal, woher das Licht kommt, das die Kristalle zum Leuchten bringt. Sonne, Mond, Taschenlampen oder Kerzen – jede Lichtquelle vermag den Schnee zum Funkeln zu bringen. Im Kaisertal kann man dieses Funkeln in allen Facetten erleben: Einmal im Monat, bei Vollmond, gibt es eine geführte Sonnaufgangs-Wanderung. Bei Dunkelheit, wenn nur der Mond die Landschaft erhellt, geht es erst einmal über den Kaiserstieg mit seinen 280 Stufen und dann weiter bis hinauf zur Ritzau Alm. Von dort kann man dann den Aufgang der Sonne über den Bergspitzen des Kaisergebirges betrachten und wie sie den Schnee erst glitzern lässt und dann die gesamte Landschaft strahlend weiß erhellt. Nach so viel Naturschönheit gibt es ein gemütliches Frühstück in der Alm.

Im Naturpark Karwendel am Achensee das Leben der Tiere im Winter entdecken

„Auf den Spuren der Wildtiere“ lautet das Motto der geführten Wanderung mit einem Ranger im Naturpark Karwendel. Gemeinsam geht es vom Parkplatz Falkenmoos am Achensee hinauf zur Falkenmoosalm wo der Ranger den Teilnehmern erklärt, welche Strategien die Tiere entwickelt haben, um die strengen Winter in diesen Höhen zu überleben. Es geht aber auch um Schnee-, Knospen- und Pflanzenkunde und natürlich werden die Tiere auch beobachtet – ganz still, denn sie sollen nicht erschreckt werden. Bei einer Wildtierfütterung kommt man den Tieren dann ganz nah.

 

Weitere Winterwander-Angebote in Tirol sind unter www.tirol.at/winterwandern detailliert beschrieben.


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Nina Genböck
nina.genboeck@genboeckpr.de
Tel.: 030 22487701

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