20. November 2017

Österreichs Wanderdörfer: Durch einsame Winterlandschaften, durch den Schnee mit Lamas, mit spannenden Sagen im Ohr, auf der Suche nach der Kraft der Natur oder durch die sternklare Nacht

Den Winter ein bisschen langsamer angehen – das ist das Ziel der geführten Winterwanderungen in Österreichs Wanderdörfern. Dem Knirschen des Schnees unter den Füßen nachspüren, Tierstimmen im Wald lauschen, über den glitzernden Schnee blicken oder die winterliche Nachtstimmung auf sich wirken lassen. Winterwandern bietet viele ruhige und trotzdem beeindruckende Natur-Erlebnisse.

Mit Hertha Glück bei Mondschein durch das Silbertal im Montafon

Eingehüllt in einen wollenen Umhang, einen großen Hut auf dem Kopf, einen mächtigen Rucksack auf dem Rücken und einen knorrigen Wanderstab in der einen und eine alte Petroleumlampe in der anderen Hand. So geht Hertha Glück durch die Dunkelheit vorweg. Dabei erzählt sie wortgewaltig und gestenreich eine alte Sage über das Nachtvolk und den Teufelsbach. Sagen spielen im Traditionsschatz dieses ursprünglichen Vorarlberger Gebiets eine wichtige Rolle, kein Wunder also, dass das „Erzählen im Montafon“ zum immateriellen UNESCO-Kulturerbe erklärt wurde. Gerade im Silbertal wird die Fantasie beflügelt, sei es durch die Landschaft, die im flackernden Licht der Petroleumlampen noch mystischer erscheint, oder durch Hertha Glück: „Wenn ich in der Natur erzähle, dann sind die Geschöpfe, über die ich spreche, auf eine gewisse Art und Weise anwesend.“ Hungern muss während der einfachen Mondschein-Sagenwanderung auch niemand. An der Bergknappenkapelle St. Agatha, eine der ältesten Kirchen im Montafon, wird den Teilnehmern an einer Feuerstelle ein traditionelles Essen kredenzt.

 Vorbei am „schiefen Haus“ und mit Lamas durch den Schnee im Bregenzerwald

Im Bregenzerwald in Vorarlberg führen pinkfarbene Winterwegweiser durch die weiße Landschaft, auch über die Georunde Rindberg in Sibratsgfäll. Eine im Wortsinn ziemlich schräge Tour. Der Weg führt über acht Stationen zur Parzelle Rindberg, wo vor einigen Jahren große Erdrutsche niedergingen. Diese rissen auch ein Ferienhaus mit, 18 Meter weit den Hang hinunter. Wie durch ein Wunder hat das Haus so gut wie keine Schäden davongetragen. Es wurde einfach im Ganzen versetzt – und steht heute als „Felbers schiefes Haus“ am Wegesrand. Als Mahnmal für die Kraft der Natur und als begehbares Objekt, in dem man die Ausstellung „Gewaltige Natur“ besuchen kann.

In Begleitung von Lamas geht es durch die Winterlandschaft rund um Langenegg. Nachdem die brennendsten Fragen zu den Tieren geklärt sind, die Halfter angelegt wurden und jeder seinen tierischen Begleiter gefunden hat, dürfen Erwachsene und Kinder mit den putzig dreinblickenden Lamas über die geräumten Wege wandern. Schnee macht den Lamas übrigens nichts aus. Sie sind extrem trittsicher und haben sichtlich Spaß an der glitzernden Pracht.

Skiwandern in der Höhenloipe am Roßbrand in Filzmoos

Wandern kann man im Winter zu Fuß auf geräumten Winterwanderwegen, mit Schneeschuhen querfeldein oder auf Langlaufskiern über die gespurten Loipen. Wer sich nicht gleich völlig verausgabt und aus dem Langlauf eher ein Skiwandern macht, kann auch länger unterwegs sein. Besonders schön: die Höhenloipe Roßbrand in Filzmoos im Salzburgerland. Am besten steigt man gleich ganz früh in die Gondel hinauf zum Roßbrand. Das 360-Grad-Panorama eröffnet einen Blick auf die einsame Winterlandschaft und 150 markante Gipfel. Leicht steigend führt die Loipe in Serpentinen sechs Kilometer den Bergrücken entlang und wieder zurück. Wer noch nie auf Langlaufskiern stand, kann hier oben den einfachen Rundkurs mit zwei Kilometern Länge fahren oder wandert parallel zur Loipe von der Bergstation der Papagenobahn bis zur Karalm, eine kleine Jausenstation, die auch im Winter täglich bewirtschaftet ist. Für die Strecke benötigt man eine gute Stunde.

Nachtwanderung unplugged – durch den winterlichen Naturpark Dobratsch

Handy aus. Stirnlampe aus. Wer auf die „Unplugged-Tour“ durch den Naturpark Dobratsch in der Region Villach in Kärnten mitgehen möchte, muss auf künstliches Licht verzichten. Stattdessen leuchten die Sterne oder der Mond den Weg zum Almgasthaus Hundsmarhof. Wer nicht ganz ohne Beleuchtung durch die Nacht wandern möchte, bekommt eine historische Lampe, die ein warmes Licht verströmt. So kommt ganz schnell eine geradezu mystische und geheimnisvolle Stimmung auf. Die Dunkelheit schärft die Sinne: Plötzlich nimmt man den Duft des Waldes, die klare Bergluft und die verschiedenen Tierstimmen im Wald ganz anders und besonders intensiv wahr. Nur manchmal wird die Stille der Winternacht durch ein paar Erläuterungen des spezialisierten Natur-Aktiv-Guides durchbrochen. Am Hundsmarhof angekommen warten ein wärmendes Lagerfeuer, ein Imbiss mit regionalen Spezialitäten und ein ortsübliches Schnapserl auf die Teilnehmer.

 

Mehr Tipps rund ums Winterwandern, besonders schöne Touren im Schnee und tolle Winter-Angebote auf dem Winterwander-Portal von Österreichs Wanderdörfern:

www.wanderdoerfer.at/winter/

 

Österreichs Wanderdörfer

„Die Magie des Gehens“ ist für Österreichs Wanderdörfer eine Philosophie. Wer in einer der mittlerweile 45 Mitgliedsregionen einen Wanderurlaub verbringt, wird die Magie des Gehens selbst kennenlernen, beim Wandern, auf den Hütten oder auf einem einsamen Gipfel. Rund 500.000 Gästebetten und 5.117 zertifizierte Wanderrouten bieten Österreichs Wanderdörfer auf einer Fläche, die mehr als die Hälfte Österreichs umfasst. Jede Mitgliedsregion konzentriert sich dabei auf ihre einzigartige Landschaftsgeschichte: Wanderungen zum „Frühstück am Berg“, entlang von wilden Gebirgsbächen, zu romantischen Almhütten, mit heimischen Köstlichkeiten, Sonnenaufgangs-Wanderungen, Gletschertouren oder hochalpine Bergtouren. In allen Regionen garantiert das Österreichische Wandergütesiegel nicht nur die Qualität entlang der Wanderwege, sondern auch das perfekte Zusammenspiel von Dorf, Weg und Betrieb.


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Nina Genböck
nina.genboeck@genboeckpr.de
Tel.: 030 22487701

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45 Mitgliedsregionen und rund 500.000 Gästebetten sowie 5.117 Wanderrouten auf einer Fläche, die mehr als die Hälfte Österreichs umfasst. Der Verein „Österreichs Wanderdörfer“ bemüht sich schwerpunktmäßig darum, den Gästen ein einzigartiges und persönliches Natur-Erleben – die Magie des Gehens – näher zu bringen. Fernab von Alltag und Hektik kann jeder in diesen Regionen bei einfachen Wanderungen, auf inszenierten (Themen-)Wegen, auf Bergtouren im hochalpinen Gelände oder bei verschiedenen mehrtägigen Weitwanderungen ganz individuell die Natur mit allen Sinnen spüren. Österreichs Wanderdörfer sind der ideale Ausgangspunkt für einen perfekten Wanderurlaub je nach Lust, Laune und Ausdauer.

Jede Region, jedes Dorf konzentriert sich dabei auf sein eigenes, elementares und ganzheitliches Naturerlebnis: Wanderungen zum „Frühstück am Berg“, entlang von wilden Gebirgsbächen, zu romantischen Almhütten, mit heimischen Köstlichkeiten, Sonnenaufgangswanderungen, Gletschertouren oder beispielsweise eine Tour rund um einen ganz besonderen Natursee, der nur zu bestimmten Zeiten existiert.

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