23. Mai 2017

Nauders am Reschenpass: Themenwanderwege mit viel Wissenswertem über die Natur, das Leben in alten Zeiten und die Kaiserschützen

Natur, Wasser und Kultur – drei Wege werden einer und bekommen eine eigene App

In den Bergen gehört Wasser unweigerlich zum Naturerlebnis. Bäche, Seen, Wasserfälle – immer wieder trifft man bei einer Wanderung auf das Element Wasser. In Nauders am Reschenpass wurden nun drei Wanderwege zum „3 WEGE Natur-Kultur-Wasser“ verbunden. Jetzt können Besucher am Fuße des 2.808 Meter hohen Pitzlad einen Bergwald, einen Moorsee und einen Waalweg zusammenhängend erkunden.

Um das Leben im Wald geht es auf dem Naturweg durch den Bergwald. Von der Bergstation der Mutzkopfbahn führt der Weg über sechs Stationen. An jeder Station steht eine Tierskulptur, geschaffen von Christian Waldegger, Künstler aus Nauders. Hier werden dem Wanderer die Waldbewohner und ihre Lebensweisen vorgestellt. Weiter geht es zum Seeweg an den Schwarzsee – ein Relikt der Eiszeit. In und um den Moorsee fühlen sich zahlreiche Pflanzen und Tierarten zu Hause. Im Frühjahr veranstalten die vielen Frösche hier ein fast schon ohrenbetäubendes Gequake. Auf verschiedenen Infotafeln erfährt man Wissenswertes zur Nutzung des Moores in den vergangenen Jahrhunderten. Über den Kulturweg, den sogenannten Schwarzseewaal, geht es zurück zum Ausgangspunkt. Waale sind alte Bewässerungswege für die Wiesen im Tal und dienten der Erschließung neuer landwirtschaftlicher Flächen.

Für die 3 Wege gibt es eine eigene App, Speechcode, die – vorab auf das Smartphone geladen – an den Stationen weiterführende Infos gibt. Auf Deutsch, Italienisch und Englisch.

Kaiserschützenweg – intensives Bergerlebnis und historische Fakten

Eine kleine Geschichtsstunde bekommen Wanderer, wenn sie den „Kaiserschützenweg“ gehen. Er führt, hoch über Nauders vorbei an verfallenen Stellungen und begehbaren Felskavernen aus dem Ersten Weltkrieg. Die treuen Kaiserschützen des Landes waren damals zur Grenzverteidigung eingesetzt. Sie bauten die Stellungen im Jahre 1916 zum Schutz Tirols. Der landschaftlich beeindruckende Weg führt von der Festung Nauders rund drei Kilometer und über 500 Höhenmeter steil durch felsdurchsetzten Wald zu den einstigen Wehranlagen auf den Sellesköpfen – dem Höhepunkt der Rundwanderung. Entlang des zum Teil in schroffen Fels geschlagenen und bestens gesicherten Weges vermitteln 30 Schautafeln detaillierte Einblicke in die Geschichte der Kaiserschützen und Tirols. Hier liest man von wahren Begebenheiten und dramatischen Ereignissen. Aber auch das Panorama auf die Berge des Dreiländerecks und die Ausblicke ins Tal während der Wanderung sind eindrucksvoll. Weit unterhalb liegt die Schlucht von Finstermünz mit der mittelalterlichen Grenzbefestigung Altfinstermünz und die historische Festung Nauders, erbaut von 1834 bis 1840. Sie gilt übrigens als einzige noch vollständig erhaltene Befestigungsanlage aus der Zeit der österreichisch-ungarischen Monarchie.

Jeden Mittwoch zwischen dem 14. Juni und dem 13. September 2017 findet eine spannende, geführte Erlebnistour statt: Nach einer Führung durch die Festung Nauders geht es auf eine gemeinsame Wanderung über den Kaiserschützenweg.


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Nina Genböck
nina.genboeck@genboeckpr.de
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Eingebettet zwischen den Gipfeln der Samnaungruppe im Norden und Westen, dem Kaunergrat der Ötztaler Alpen im Osten und der Glockturmgruppe im Süden liegt das Tiroler Oberland an der Grenze zu Italien und der Schweiz. Von Dreitausender-Gipfeln über Gletscherhänge bis zu sonnigen Hochplateaus, malerischen Alpendörfern und erfrischenden Seen und Bächen – das Oberland bietet alles, was man für einen aktiven Sommerurlaub braucht.

Das Tiroler Oberland vereint die Regionen Kaunertal, Fendels, Kauns und Kaunerberg, sowie Nauders am Reschenpass und die Orte Prutz, Ried, Tösens, Pfunds und Spiss.

Das Kaunertal mit seinen idyllischen Bergdörfern zählt zu den schönsten und ursprünglichsten Landschaften Tirols. Es ist Teil des Naturparks Kaunergrat, geprägt durch das Hochgebirge mit dem Kaunertaler Gletscher und eine artenreiche Flora und Fauna.

In Nauders ist die Nähe Italiens schon spürbar. Das Klima ist deutlich milder als im hochgebirgigen Kaunertal. Die stark terrassierte Landschaft zeigt, dass in der Region trotz ihrer Höhenlage schon seit Jahrhunderten Ackerbau betrieben wird.

Das Oberinntal mit seinen Orten von Prutz bis Pfunds ist geprägt von naturbelassenen Auwäldern im Tal und einzigartigen Hochtälern und Hochplateaus. Am Ende des Tals, auf 1.627 Metern über dem Meeresspiegel, liegt das Örtchen Spiss. Es ist Österreichs höchstgelegene Gemeinde.

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