31. Mai 2021

Nachhaltigkeit von A bis Z im Tiroler Tourismus: Anreise – Übernachtung – Kulinarik – Outdoor-Aktivitäten – Zukunftsperspektiven

Können großartige Urlaubs-Erlebnisse einen nur kleinen Klima-Fußabdruck hinterlassen? Ja. Das ist in Tirol möglich – und zwar von „A“ wie Anreise bis „Z“ wie Zukunftsperspektiven. Fünf Aspekte, die in jedem Urlaub eine entscheidende Rolle spielen, mit jeweils konkreten Beispielen, zeigen Initiativen Tirols für einen klimafreundlichen Tourismus auf.

  1. Nachhaltig anreisen – Neue Nightjets und Angebote für die „letzte Meile“

Oft macht die Anreise den größten Anteil des Klima-Fußabdruckes im Urlaub aus. Die Anreise mit der Bahn aus Deutschland nach Tirol ist problemlos möglich und von Mai bis Oktober gibt es sogar eine neue Aktion: „Im Nightjet in die Berge“. Sie beinhaltet die Anreise mit der Bahn und den Transfer vom Bahnhof zur Unterkunft. Zusätzlich gibt es das Weltpaket des Wander- und Radkarten-Dienstes Komoot. Tirol ist außerdem für die oft schwierig zu bewältigende „letzte Meile“ vom Bahnhof zur Unterkunft gut gerüstet (www.bahnhofshuttle.tirol). 31,1 Kilogramm an CO2-Emissionen und 60 Minuten Zeit können übrigens gespart werden, wenn man nicht mit dem Auto, sondern mit der Bahn von Berlin nach Innsbruck anreist.

Beispiel Anreise mit dem Nightjet:  Ab 65 Euro pro Person von Hamburg oder Düsseldorf nach St. Johann in Tirol – inklusive Sitzplatzreservierung, Komoot Gutschein, St. Johann in Tirol Gästekarte und regionale Bus- und Zugverbindungen.

Beispiel Adlerweg: Vor Ort braucht man doch unbedingt ein Auto, um flexibel in den Bergen unterwegs sein zu können? Das stimmt so nicht. Ein gutes Beispiel ist der 413 Kilometer lange Adlerweg durch ganz Tirol, für den die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln oft sogar von Vorteil ist. Damit kann man ganz einfach unterschiedliche Start- und Endpunkte für Wanderungen planen. Und wenn man doch einmal einen Weg verkürzen möchte, stehen Wanderern beispielsweise die Ötztaler Hüttentaxis oder die Zillertaler Wanderbusse zur Verfügung.

  1. Nachhaltig übernachten: Ökologische Bauweise, Tourismus Upcycling, innovative Ideen

Zu den wichtigen Faktoren, um die Übernachtungen im Urlaub nachhaltig zu gestalten, gehören das Bauen mit heimischen Holzarten, das Dämmen mit Tiroler Schafwolle, der Einsatz von Pelletheizungen und der Einsatz von Photovoltaik- und Solaranlagen zur Energiegewinnung. Wasser sparende Techniken und die Vermeidung von Plastik und Aluminium – wie beispielsweise in den Partnerbetrieben des Nationalparks Hohe Tauern – gehören ebenso zu den nachhaltigen Bestrebungen, wie das Vorzeigebeispiel „Tourismus Upcycling“ in der Region Wilder Kaiser. In die Jahre gekommene Unterkünfte werden hier kreativ und schonend modernisiert anstatt die Altbestände der Möbel einfach zu entsorgen. Nachhaltigkeit kann bei einer einfachen Almübernachtung genauso funktionieren wie in einem 5-Sterne-Hotel.

Beispiel Appartements Hubenhof: In Ellmau, im Naturschutzgebiet des Kaisergebirges, wurde der Hubenhof mit dem österreichischen Umweltzeichen „Green Hotel“ und dem EU-Ecolabel ausgezeichnet. Zu Recht. Die Familie Leitner bietet ihren Gästen moderne Appartements, die mit Öko-Materialien und energiesparenden Geräten ausgestattet sind. Jedes Zimmer ist thematisch bedrohten Tieren und Pflanzenarten gewidmet. Gäste, die mit dem Bus oder der Bahn anreisen, bekommen zehn Prozent Rabatt auf den Übernachtungspreis und für E-Autos gibt es eine hauseigene Ladestation.

Beispiel Naturhotel Waldklause: Massivholzbauweise ohne Leim und Schrauben, Dämmung aus Tiroler Schafwolle, Verarbeitung von Hölzern aus dem Tal für Fassaden und Statik – dazu ein regionales Lieferantennetzwerk: Es gibt noch viele weitere Beispiele, die zeigen, dass das Naturhotel Waldklause in Längenfeld sich dem Nachhaltigkeitsgedanken verschrieben hat. Hier wird jedes Detail auf seinen Klima-Fußabdruck hinterfragt. Das fängt beispielsweise schon bei den Pantoffeln an, die in der hauseigenen Wäscherei gereinigt und zum neuen Einsatz in Papiertüten verpackt werden.

  1. Nachhaltig genießen – kurze Wege, intensiver Genuss, regionale Qualitätsprodukte

Beste Voraussetzungen für Genuss, der auch Ressourcen schont, sind in Tirol gegeben. Die bäuerlich geprägte Kulturlandschaft besteht aus unzähligen landwirtschaftlichen Mittel- und Kleinbetrieben. Auf kurzen Transportwegen gelangen diese Produkte in den Lebensmittelhandel, auf Bauernmärkte, in die Sennereien, die Ab-Hof-Verkäufe oder werden in der heimischen Gastronomie weiterverarbeitet. Mehr als 2.000 bewirtschaftete Almen garantieren darüber hinaus Landschaftspflege und erzeugen Tiroler Spezialitäten. Auch die Mitgliedsbetriebe der „Tiroler Wirtshauskultur“ haben sich der traditionellen Tiroler Kost und der Frische der verwendeten Produkte aus Landwirtschaft, Gewässern und Wäldern verschrieben. Das besondere Augenmerk liegt auf authentischer Atmosphäre und Architektur.

Beispiel Initiative „So schmecken die Berge“: Insgesamt 44 Alpenvereinshütten in Tirol sind Teil dieser Initiative. Sie zeichnet aus, dass die Speisen und Getränke zum größten Teil aus einem Umkreis von nur 50 Kilometern kommen und hauptsächlich durch ökologische Berglandwirtschaft entstehen

Beispiel Tiroler Küche – ganz ohne Fleisch: „Guatz´Essen“ heißt das Lokal von Peter Fankhauser und es schmeckt auch genauso, wie man es von einem Haus mit diesem Namen erwartet. Fankhauser hat sich der vegetarischen und veganen Küche verschrieben und mit seinen Gerichten erzählt der Zillertaler echte Geschichten – zum Beispiel vom Kürbis, der in verschiedenen Varianten aus dem eigenen Permakulturgarten auf den Teller kommt, begleitet von Jungzwiebeln, Kerbelrübe und Erdmantel. Obwohl man sich eher in einem hippen Haubenlokal wähnt, sind die Preise bodenständig wie im Wirtshaus.

  1. Nachhaltig unterwegs in der Natur

Gerade nach dem Lockdown will man einfach mal raus in die Natur. Wandern, Klettern, Mountainbiken oder Schwimmen sind jetzt genau das Richtige. Neben dem intensiven Naturerlebnis haben diese Aktivitäten aber noch einen weiteren positiven Aspekt – sie funktionieren mit Muskelkraft und hinterlassen damit einen richtig überschaubaren Klima-Fußabdruck. Wem Wandern zu traditionell ist, kann in Tirol auch trendig und trotzdem klimafreundlich unterwegs sein.

Beispiel Fliegen ohne Flugscham: „Hike and fly“ ist eine absolute Trendsportart. Man packt den Gleitschirm in den Rucksack, trägt ihn den Berg hoch und wird damit zum absolut umweltfreundlichen Überflieger. Je nach Thermik kann man sogar von Hütte zu Hütte fliegen und die besten Wanderflieger können auf einer Tour sogar einige hundert Kilometer zurücklegen. Mehrere Flugschulen in Tirol bieten entsprechende Kurse und Tandemflüge an.

Beispiel Trailrunning:  Berglaufen macht dann so richtig Spaß, wenn man auf schmalen Pfaden unterwegs ist, die wenig genutzt werden. Die Ausrüstung? Ordentliche Laufschuhe, eine Pulsuhr mit GPS-Funktion, ein bisschen Proviant – und Muskelkraft. Auch hier ist der – in diesem Fall schnell gesetzte – Fußabdruck klimaunbedenklich, gesund und bringt maximalen Spaß.

  1. Nachhaltige Zukunftsperspektiven

„Tirol ist Lebens-, Erholungs- und Wirtschaftsraum zugleich. Daher ist es uns wichtig, alle drei Säulen der Nachhaltigkeit – sprich ökologisch, sozial und ökonomisch – in Balance zu halten“, sagt Florian Phleps, Geschäftsführer der Tirol Werbung. Und weiter: „Die Tirol Werbung unterstützt deshalb auch Projekte zur Förderung der sozialen Nachhaltigkeit. Das Projekt „Clean Alpine Region“ zum Beispiel unterstützt Tiroler Tourismusregionen dabei, Maßnahmen in den Bereichen Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Energie umzusetzen und sich als klimafreundliche Regionen weiterzuentwickeln.“
Wichtig sind aber auch die unzähligen kleinen Schritte, die von jedem einzelnen im Tourismus geleistet werden – angefangen bei den „Bewusst Tirol-Betrieben“, den Bio-Hotels, den Brauereien, die CO2-neutral werden wollen, bis hin zur höchstgelegenen U-Bahn in Serfaus, die für einen autofreien Ort sorgt.

Beispiel Klimaguide Kaunertal:  Die Naturpark- und Gletscherregion Kaunertal steht für einen „anderen“ Tourismus – ohne Massentourismus. Die Natur und ihre Erhaltung stehen im Fokus. Das Kaunertal ist Teil von KLAR, das heißt, das Tal ist eine „Klimawandel Anpassungs Modell Region“ und will die Veränderungen des Klimas verstehen und sich den geänderten Bedingungen stellen. Dazu gehört ein neuer Klimaführer, der als Buch und digitales Tourenarchiv die besten Tipps für Wanderungen im Kaunertal parat hält – unter den Prämissen Jahreszeit, Temperatur und Hanglage.

Beispiel Ummadum – eine App für nachhaltige Mobilität und regionale Wertschöpfung:  Eine App für Mitfahrgelegenheiten – das ist noch keine Innovation. Die App „Ummadum“ von René Schader und Thomas Angerer setzt allerdings auf Nachhaltigkeit mal drei. Durch die gemeinsamen Fahrten wird CO2 gespart – immerhin 15 Tonnen seit es die App gibt. Als positiver Nebeneffekt entstehen darüber hinaus neue soziale Gruppen, man hilft sich im Alltag. Der dritte Aspekt ist, dass die Region gewinnt. Denn die App funktioniert mit einem Punktesystem: Fahrer, die Mitfahrgelegenheiten bieten, bekommen Punkte, mit denen sie im regionalen Handel – aktuell an 400 Stellen – bezahlen können. Eine Entwicklung, von der auch die Gäste der Region profitieren

Weitere Informationen unter: www.tirol.at

 


Pressebilder


Download der Presseinformationen

Pressemitteilung als PDF-Datei
(499,06 kB)


Pressekontakt

Nina Genböck
nina.genboeck@genboeckpr.de
Tel.: 030 22487701

Sie suchen weiteres Bildmaterial?

Zum Bildarchiv

Gipfelsiege feiern, steile Felswände erklimmen und Berge auf dem Bike bezwingen, Skitouren gehen, Langlaufen oder die präparierten Pisten hinunter düsen. All dies wird in Tirol belohnt: Mit Ausblicken, die man nie wieder vergisst. Heimat und Tradition, Aufbruch und Moderne, Kultur und Kulinarik geben dem Land sein Gesicht.

Nord- und Osttirol, das geografisch abgetrennt ist, bilden das drittgrößte Bundesland Österreichs. Der Großglockner ist mit 3.798 Metern der höchste Berg Tirols und Österreichs. Der höchste Gipfel in Nordtirol ist die Wildspitze mit 3.768 Metern. Die Hauptstadt Tirols ist Innsbruck. Von hier aus ist man in wenigen Autominuten in den Bergen.

Vom Fuße der berge dauert es dann nur noch eine Gondelfahrt, bis Kinder im Erlebnispark toben, Naturliebhaber das einzigartige Panorama genießen oder Abenteuerlustige ihren Adrenalinspiegel in die Höhe treiben können. Die 20 qualitätsgeprüften Tiroler Sommer-Bergbahnen entführen in die Tiroler Bergwelt und machen das herrliche Panorama, die frische Luft und die abwechslungsreiche Natur für jedermann erlebbar: für Entdecker von Gletschereishöhlen genauso wie für Abenteurer auf Sommerrodelbahnen oder Klettersteigen. Vor allem Kinder können auf Wasserspielplätzen oder Themenwegen die Natur spielerisch kennenlernen. Alle Sommer-Bergbahnen haben sich auf ein konkretes Themenangebot spezialisiert und wurden nach strengen Qualitätskriterien geprüft. Das Gütesiegel der Tiroler Sommer-Bergbahnen verspricht unabhängig vom Angebot der jeweiligen Bergbahn vor allem eines: Gipfelglück für alle.

Zur Website

Tirol Werbung - Weitere Pressemeldungen

Gemeinsam wird beim Familienurlaub in Tirol die Natur entdeckt. © Tirol Werbung / Pupeter Robert
14. Juli 2020

Tirol für die ganze Familie: Urlaub in den Tiroler Familiennestern, auf dem Bauernhof und mit der Biene Line

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für einen Familienurlaub nach dem Lockdown. Und Tirol ist dafür der richtige Ort: Beim Urlaub am Bauernhof oder in einem der Tiroler Familiennester entdeckt man das Urlaubsgefühl und die Freude an der Natur neu. Und Biene Line ist der Star des Sommers. Sie sorgt für Spaß und begleitet die kleinen und großen Gästen durch die Tiroler Naturerlebnisse.

Mehr erfahren

Kaspressknödel, Rezeptstrecke ©Tiro Werbung Koschitzki Kathrin
9. April 2020

Kaiserschmarrn-Rezept, Jodel-Workshops und Fitness-Tipps: Unter dem Hashtag #MitAbstandnah gibt es für Tirol-Fans viel Unterhaltsames für Zuhause

Auch in herausfordernden Zeiten bleibt Tirol mit seiner Community in Kontakt. Ein Blick aus dem Fenster, in der Ferne die Tiroler Bergwelt im Abendlicht. Dazu die Botschaft „Mit Abstand nah“. So sah das erste Facebook-Posting der Tirol Werbung nach der krisenbedingten Kommunikationspause aus. „Wir wollen auf die aktuelle Situation Bezug nehmen, dabei aber auch Zuversicht ausdrücken und vor allem mit unseren Gästen im In- und Ausland verbunden bleiben“, sagt Patricio Hetfleisch, der Marketing- und Kommunikationsleiter der Tirol Werbung.

Mehr erfahren

Tirol_Logoklein
13. März 2020

Update zur aktuellen Coronavirus-Situation in Tirol

Informationen der Tirol Werbung, Stand 13.03.2020, 11.30 Uhr

Für ganz Tirol wurden mit der Ankündigung des Landes Tirols vom 12. März 2020 weitere Vorsichtmaßnahmen zur Eindämmung und Bekämpfung der Verbreitung des Coronavirus umgesetzt. Im gesamten Landesgebiet werden alle Seilbahnen am Sonntag 15. März 2020 ihren letzten Betriebstag haben. Beherbergungsbetriebe (Hotels, Apartments, Privatzimmer usw.) werden im Laufe des Montags, 16. März 2020, geschlossen.
Diese umfassenden Maßnahmen erfolgen in enger Abstimmung der Behörden und des Tiroler Tourismus. Die Gesundheit und Sicherheit der Tiroler Bevölkerung, der MitarbeiterInnen der touristischen Betriebe des Landes und der Gäste aus aller Welt hat oberste Priorität.

Weitere Informationen: www.tirol.at

Mehr erfahren

Tirol_Logoklein
12. März 2020

Aktuelle Informationen zur Coronavirus-Situation in Tirol

Information der Tirol Werbung vom 12. März 2020:
Die Gesundheit der Tiroler Gäste und der Bevölkerung hat oberste Priorität. Es ist uns daher ein großes Anliegen, Sie über die derzeitige Situation zum Coronavirus sowie die weiteren Maßnahmen der österreichischen Bundesregierung und des Landes Tirols zur Eindämmung des Coronavirus in Österreich und Tirol zu informieren. Dies betrifft unter anderem Freizeiteinrichtungen und Veranstaltungen.
Aktuelle Informationen und Antworten auf alle wichtigen Fragen zu diesem Thema finden Sie auf www.tirol.at/informationen-coronavirus
Diese Informationen werden laufend aktualisiert.

Mehr erfahren