28. März 2019

Mitmach-Programm zum Wiesenmonat Juni im Tiroler Oberland: Unterwegs mit dem Bauern, dem Imker, dem Schäfer und der Naturpädagogin

Um den Besuchern die Bedeutung, Nachhaltigkeit und Schönheit der Wiesen in den Alpen näher zu bringen, wird der Juni im Tiroler Oberland 2019 erstmals zum „Wiesenmonat“ erklärt. Gäste können an geführten Wanderungen zum Thema, an Führungen in Betrieben und auf den Almen teilnehmen und Landwirte auf deren Höfen besuchen. Denn die Wiesen in den Alpen sind etwas Besonderes. Vor allem im Frühsommer blühen zwischen dem Gras zahlreiche Kräuter und bunte Blumen, die Bienen und andere Insekten anlocken. Im Tiroler Oberland ist die Dichte der artenreichen und bunt blühenden Wiesen dank der nach wie vor traditionellen Bewirtschaftung selbst im Tal außerordentlich hoch.

Sensen und rechen – so mäht man eine Bergwiese

Das Programm im Wiesenmonat Juni ist prall gefüllt mit spannenden Angeboten. Mitmachen heißt es beispielsweise beim Heumahd-Erlebnis, das ein Mal pro Woche auf dem Bauernhof eines Landwirts im Tiroler Oberland stattfindet. Dabei geht es um die Frage, wie eigentlich richtig gemäht wird und wann man das Heu am besten einbringt. Wer mag, kann auch selbst Sense und Rechen schwingen. Das Rundum-Erlebnis am Bauernhof vermittelt ein gutes Bild des modernen bäuerlichen Lebens in den Alpen.

Honig und Bergmarillen-Schnaps – Produzenten führen durch ihre Betriebe

Rund um das Thema Wiese bieten auch die örtlichen Imker Führungen in ihren Betrieben an und erläutern dabei, welche Rolle die Berg- und Talwiesen für die Insekten und insbesondere die Bienen spielen. Die Marillen Plantagen von Gerhard Maass in Prutz zählen zu den größten von ganz Österreich. Auf einer Fläche von etwa sechs Hektar wachsen rund 10.000 Marillenbäume – und das auf einer Seehöhe von immerhin rund 860 Metern. Marillenbauer und Schnapsbrenner Maas führt im Wiesenmonat durch seinen Betrieb. Dabei kommt der Genuss natürlich auch nicht zu kurz, denn zum Abschluss gibt es eine Verkostung seiner Edelbrände und Liköre. Auch Schnapsbrenner Peter Gspan in Pfunds bietet Führungen an und erklärt, was man im Tiroler Oberland beim Obstanbau beachten muss.

Mit dem Schäfer zu den Schafen auf den Almwiesen und in den Permakultur-Garten

Bei der Themenwanderung „Region im Wandel“ können Gäste den Wanderschäfer Thomas Schranz bei seiner Arbeit begleiten. Schranz kümmert sich um den Erhalt der Kulturlandschaft, denn seine Schafe befreien vor allem jene Wiesen, die nur schwer zu mähen sind, von wildwachsenden Büschen und helfen so, Erosionen, Lawinen und Muren vorzubeugen. Zusammen mit Schranz wandern die Teilnehmer oberhalb von Ried zu den grasenden Schafen und erfahren dabei viel über sinnvolles Weidemanagement und die wichtigen Aufgaben der Schafe. Zurück im Tal gibt der Schäfer zudem Einblick in seinen Permakultur-Garten, in dem Besucher sogar selbst Hand anlegen können.

Mit Naturpädagogin, Fotograf und Hüttenwirt durch die Wiesen im Tal und auf den Almen

Naturpädagogin Gisela begleitet die Gäste wöchentlich auf Wanderungen zum Thema „Wiese und Kräuter“. Zur Stärkung zwischendurch hat Gisela eine selbstgemachte Kräuterjause für jeden im Rucksack. Ein Mal pro Woche geht es mit einem Fotografen auf Erkundungstour, um die Details der Wiesen unter die Linse zu nehmen. Was eine echte Almwiese auszeichnet und welche Rolle sie im Naturkreislauf spielt, lernt man bei einer Wanderung auf eine der Almen im Tiroler Oberland. Statt um Käse und Buttermilch geht es dabei eher um das Leben rund um die Almhütte herum, um die Urwiesen, die das Reich der Tiere und Hirten sind.

Beim Wiesenfest um die Wetten mähen

Höhepunkt des Wiesenmonats Juni wird das große Wiesenfest am 23. Juni sein. Neben Musik und Ständen der regionalen Produzenten wird es an diesem Tag auch Infos zur Insekten- und Pflanzenbestimmung geben und einen großen Sensenmäh-Wettbewerb.

Kochkurse und Workshops – von der Heublumensuppe zum Ringelblumenbalsam

Gemeinsam gekocht wird während des Wiesenmonats auch: In den ein Mal wöchentlich stattfindenden Kochkursen geht es unter anderem um Heublumensuppe und Löwenzahnhonig. Zudem gibt es ein Mal pro Woche einen Workshop mit Kräuterpädagogin Petra, in dem man lernt, Wiesentee, Kräutersalz oder Heilbalsam aus Ringelblumen selbst zu machen.

Neue Tourismusvisionen mit FUTOURIST entwickeln

Die Angebote im „Wiesenmonat Juni im Tiroler Oberland“ sind Teil des Projekts FUTOURIST der Tiroler Umweltanwaltschaft. FUTOURIST hat sich der Förderung der Natur- und Kulturschätze in den Alpen durch sportliche, touristische und umweltfreundliche Maßnahmen verschrieben. Dabei geht es vor dem Hintergrund des Klimawandels vor allem darum, alternative Angebote zum stark mit dem Wintersport verbundenen Tourismus zu schaffen. Alle Angebote und Erlebnisse sind so gestaltet, dass sie die Natur und Umwelt am Urlaubsort möglichst wenig beeinflussen. Diese neuen Naturerlebnisangebote sollen die regionale Infrastruktur verbessern, die Natur, ihre Eigenarten und die Vielfalt der alpinen Lebensräume stärken und die Lebensqualität der Besucher fördern. Das Projekt wird durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und Interreg V-A Italien-Österreich 2014-2020 gefördert.


Pressebilder


Download der Presseinformationen

Pressemitteilung als PDF-Datei
(212,19 kB)


Pressekontakt

Nina Genböck
nina.genboeck@genboeckpr.de
Tel.: 030 22487701

Sie suchen weiteres Bildmaterial?

Zum Bildarchiv

Eingebettet zwischen den Gipfeln der Samnaungruppe im Norden und Westen, dem Kaunergrat der Ötztaler Alpen im Osten und der Glockturmgruppe im Süden liegt das Tiroler Oberland an der Grenze zu Italien und der Schweiz. Von Dreitausender-Gipfeln über Gletscherhänge bis zu sonnigen Hochplateaus, malerischen Alpendörfern und erfrischenden Seen und Bächen – das Oberland bietet alles, was man für einen aktiven Sommerurlaub braucht.

Das Tiroler Oberland vereint die Regionen Kaunertal, Fendels, Kauns und Kaunerberg, sowie Nauders am Reschenpass und die Orte Prutz, Ried, Tösens, Pfunds und Spiss.

Das Kaunertal mit seinen idyllischen Bergdörfern zählt zu den schönsten und ursprünglichsten Landschaften Tirols. Es ist Teil des Naturparks Kaunergrat, geprägt durch das Hochgebirge mit dem Kaunertaler Gletscher und eine artenreiche Flora und Fauna.

In Nauders ist die Nähe Italiens schon spürbar. Das Klima ist deutlich milder als im hochgebirgigen Kaunertal. Die stark terrassierte Landschaft zeigt, dass in der Region trotz ihrer Höhenlage schon seit Jahrhunderten Ackerbau betrieben wird.

Das Oberinntal mit seinen Orten von Prutz bis Pfunds ist geprägt von naturbelassenen Auwäldern im Tal und einzigartigen Hochtälern und Hochplateaus. Am Ende des Tals, auf 1.627 Metern über dem Meeresspiegel, liegt das Örtchen Spiss. Es ist Österreichs höchstgelegene Gemeinde.

Zur Website

Nauders – Tiroler Oberland – Kaunertal - Weitere Pressemeldungen

Beitragsbild
24. Mai 2022

Kurznachrichten: Tiroler Oberland: „INN.ACTION“-Wochen | Thüringer Wald: „Wasser marsch“ – Wildwasser-Rafting am 6. August 2022

Tiroler Oberland: Die „INN.ACTION“-Wochen im Tiroler Oberland: Vom UP STREAM SURFING am Inn bis hin zum actionreichen Canyoning
Thüringer Wald: Sieben Täler, sieben Brücken und einmal "Wasser marsch“ - Wildwasser-Rafting am 6. August 2022 im Thüringer Wald

Mehr erfahren

Im Wiesenmonat Juni gibt es vom 1. bis 30. Juni 2022 ein vielseitiges Programm mit geführten Wiesen- und Kräuterwanderungen sowie schönen Naturerlebnissen. © TVB Tiroler Oberland, Kurt Kirschner
3. Mai 2022

„Juni.Bluama.Zeit“ – Im Wiesenmonat den Erlebnisraum Tiroler Oberland entdecken – Ein Monat voller unvergessliche Naturmomente

Blühende Wiesen sind besonders wertvoll für Mensch und Natur. Eine Region, in der man das gut beobachten kann, ist der Erlebnisraum Tiroler Oberland mit den Hauptorten Ried, Prutz und Pfunds. Die Ferienregion liegt mitten im Dreiländereck Österreich-Italien-Schweiz und erklärt in dieser Saison den Juni unter dem Titel „Juni.Bluama.Zeit“ zum Wiesenmonat. Vom 1. bis 30. Juni 2022 gibt es ein vielseitiges Programm mit geführten Wanderungen, Kräuterworkshops und Kochkursen. Auf dem Wiesenfest genießt man regionale und frische Produkte oder bereitet sie sogar selbst zu. Für Natur-Fans bietet das Wiesenkino ein unvergessliches, cinematisches Erlebnis. Die Veranstaltungsreihe hebt bewusst regionale Ressourcen als Naturerlebnisse hervor und legt großen Wert auf Nachhaltigkeit und Umwelt. So wird mit viel Nähe zur Natur und ohne touristische Inszenierung ein Urlaub im Tiroler Oberland zum wahren Sommer-Erlebnis.

Mehr erfahren

Seit 17. Dezember 2021 ist die neue Weißseejochbahn in Betrieb. Aktivsportlern stehen damit 50 Pistenkilometern und zahlreiche unverspurte Hänge in allen Schwierigkeitsgraden zur Verfügung. © Kaunertaler Gletscherbahnen
20. Dezember 2021

Best Tourism Village, neue Weißseejochbahn, neuer Skitourenpark und eine Dauerausstellung im Quellalpin: Endlich wieder den Winter erleben in der Naturpark- und Gletscherregion Kaunertal

Nachhaltigkeit, Naturbewusstsein und Entschleunigung. Die Naturpark- und Gletscherregion Kaunertal steht für eine besondere Art des Tourismus. Dies zeigt sich auch bei den neuen Winterangeboten in dieser Saison: Ab Dezember 2021 erweitert zum Beispiel die neue Weißseejochbahn das Angebot auf dem Kaunertaler Gletscher. Und der im letzten Jahr eröffnete Skitourenpark auf dem Winterberg Fendels bietet für Skitourengeher drei Aufstiegsrouten und für Naturliebhaber und Familien gibt es das neue Winterprogramm im Naturpark Kaunergrat. Nach einem intensiven Schneetag in freier Natur sollte man am besten die Schwimm- und Saunalandschaft Quellalpin besuchen. Seit September gibt es dort auch eine neue Dauerausstellung zum Thema Klima und Gletscher. Zudem erhielt das Kaunertal in diesem Jahr als erste österreichische Destination die Auszeichnung „Best Tourism Village by UNWTO“. Ausschlagend dafür ist der nachhaltige und zukunftsfähige Tourismus, den das alpine Tal schon lange lebt sowie die vielen wertvollen Projekte für den Klimawandel in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung.

Mehr erfahren

Das Naturparkhaus Kaunergrat ist ein besonderes Ausflugsziel und eignet sich gut für die Erholung in der freien Natur. © TVB Tiroler Oberland-Kaunertal / Martin Lugger
2. Dezember 2021

Auszeichnung „Best Tourism Village by UNWTO“ für das Kaunertal: Zum ersten Mal geht der Preis für Nachhaltigkeit an eine österreichische Destination – der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen gratuliert

„Ich gratuliere dem Kaunertal und allen Kaunertalerinnen und Kaunertalern sehr herzlich zu dieser internationalen Auszeichnung. Die Entwicklung hin zu einem nachhaltigen Tourismus ist in Zeiten der Klimakrise der einzige richtige und erfolgversprechende Weg", gratuliert Bundespräsident Alexander Van der Bellen, der im Kaunertal aufgewachsen ist und dem Tal bis heute sehr verbunden ist.

Mehr erfahren

Skifahren in Nauders am Reschenpass bietet viel Genuss, Komfort und Sicherheit. © TVB Tiroler Oberland Nauders – Rudi Wyhlidal
11. November 2021

Skispaß in Nauders am Reschenpass – neuer kinder- und familienfreundlicher Goldpark Nauders, Skiurlaub mit viel Genuss, Komfort und Sicherheit  

Nauders zündet ein Angebots-Feuerwerk für Familien mit dem neuen kinderfreundlichen Goldpark. Zum Winterstart im Dezember 2021 bereichert die neue Goldseebahn die Region mit einer weiteren Attraktion für große und kleine Gäste. Diese neue Bahn öffnet einen völlig neuen Bereich im Skigebiet namens Goldpark, der speziell für leicht fortgeschrittene Skifahrer sowie Kinder und Familien errichtet wurde. Sie führt Winterurlauber zur neuen familien- und kinderfreundlichen Goldseepiste. Auf der breiten und durchgängig blauen Piste hat man ausreichend Platz zum Skifahren, um den Urlaub auf dem Berg völlig zu genießen.  Zum neuen Goldpark gehören zudem die neue Snow-Base Bergkastel sowie das Nauderixland. Das neue öffentliche Areal am Bergkastel ist mit zwei hochmodernen, überdachten Förderbändern ausgestattet und eignet sich besonders gut für Anfänger und Einsteiger. Eltern können die Zeit zu zweit auf der Piste genießen, während sich die Kids zum Beispiel im Nauderix Skikindergarten austoben, denn das gesamte Nauderixland bietet eine ganztägige Kinderbetreuung an. Zum perfekten Skitag gehört natürlich auch ein gelungener Einkehrschwung – am besten in den Berggenuss.Restaurants. Denn es gibt die Möglichkeit, unterwegs von der Piste aus digital Sitzplätze zu reservieren und Essen zu bestellen, die durch den „Nauders Sitzfix" einen ganz speziellen Service bieten. Das Skiareal Goldpark mit der neuen Goldseebahn, der neuen Goldseepiste und der Snow-Base Bergkastel bilden das Herz des Skigebietes Nauders am Reschenpass.

Mehr erfahren