20. Juni 2018

Mit über 800 Arten ist Brandenberg im Alpbachtal Seenland das Tal der Schmetterlinge: (Nacht-)Wanderungen zum Ulmen-Zipfelfalter, Augsburger Bär und Spanische Fahne

Schmetterlinge üben auf den Menschen schon immer eine gewisse Faszination aus. Im Brandenbergtal wurden jetzt über 800 verschiedene Schmetterlingsarten gezählt, manche von ihnen sind extrem selten geworden oder sogar vom Aussterben bedroht. Bei individuellen Tagestouren durch die Klammen und Wälder oder auf zwei geführten Nachtwanderungen können Gäste im Alpbachtal Seenland nun dem Geheimnis der Falter auf den Grund gehen.

Artenvielfalt in der waldreichsten Gemeinde Tirols

Schmetterlinge sind eine faszinierende Gattung. Auch den Biologen Kurt Lechner und Alois Ortner haben es Schmetterlinge und Falter angetan. Im Auftrag der Österreichischen Bundesforste haben sie den Bestand rund um Brandenberg im Alpbachtal Seenland geprüft. Ergebnis: In den wilden Klammen und riesigen Wäldern rund um Brandenberg, rund acht Kilometer nördlich von Kramsach gelegen, konnten 824 verschiedene Arten nachgewiesen werden. Ein Viertel davon gehört sogar zu den gefährdeten Arten. Der nachhaltige Umgang der Brandenberger mit der jahrhundertealten Waldlandschaft vor den Toren des Alpbachtals, die weit entfernt von größeren Siedlungen liegt und in der nur wenig intensive Landwirtschaft betrieben wird, scheint ideale Voraussetzungen für die Falter geschaffen zu haben. Ein weiterer Grund für den Artenreichtum: Brandenberg ist die waldreichste Gemeinde Tirols. 87,3 Prozent der Gemeindefläche ist bewaldet. Wegen der niedrigen Höhenlage überschneiden sich hier außerdem Almen und Wälder, so dass die Kühe zwischen den Bäumen im locker stehenden Wald grasen und die Schmetterlinge in aller Ruhe von Blume zu Baum zu Blüte tänzeln können.

Neu: Geführte Nachtwanderungen zu den Schmetterlingen

Drei Jahre lang haben die Biologen das Brandenbergtal untersucht und unter anderem Schmetterlinge mit so wohlklingenden Namen wie Spanische Fahne, Augsburger Bär, Gelbringfalter, Quendel-Ameisenbläuling, Ulmen-Zipfelfalter, Gelber Hermelin oder Grasminierfalter gefunden. Letzterer, bisher nur aus Finnland bekannt, wurde hier sogar erstmals in Mitteleuropa nachgewiesen. Bei Wanderungen durch die Wälder und entlang der Flüsse, die sich zum Teil tief in die Felsen gegraben haben, können Besucher der Faszination Schmetterling nachgehen. An zwei Terminen im Juli finden sogar geführte Nachtwanderungen durch das Tal der Schmetterlinge statt, denn ein Großteil der Falter ist nachtaktiv und kann sich extrem gut orientieren. Mittels spezieller Techniken können die Gäste gemeinsam mit Benjamin Wiesmair, Schmetterlingsexperte der Tiroler Landesmuseen, das nächtliche Leben der Schmetterlinge beobachten und kennenlernen.

Termine: 19. und 26. Juli, jeweils 19 Uhr. Dauer ca. 4 Stunden, Preis 9 Euro/Person.

Geführte Wanderungen zu Orchideenplätzen, auf Waldweiden und in den nächtlichen Wald

Im Rahmen des neuen Angebots „Wilde Waldvielfalt Brandenberg“ gibt es neben der Wanderung „Nachts im Tal der Schmetterlinge“ auch eine geführte Tour in Brandenberg zur „Orchideenblüte im Juni“ (21. Juni und 12. Juli). Bei der Wanderung „Was macht die Kuh im Wald?“ am 16. und 23. August geht es über die für die Region typischen Waldweiden und am 6. und 13. September kommt es zu „Spannenden Begegnungen im Wald“.

Mit Futourist eine neue Tourismusvision entwickeln

Das Projekt „Wilde Waldvielfalt Brandenberg“ wird auf Initiative der Tiroler Umweltanwaltschaft mit dem Ziel durchgeführt, vorhandene und regionale Naturbesonderheiten erlebbar zu machen. Das Projekt wird im Rahmen von FUTOURIST durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und Interreg V-A Italien-Österreich 2014-2020 gefördert.


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Pressekontakt

Nina Genböck
nina.genboeck@genboeckpr.de
Tel.: 030 22487701

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Das Alpbachtal Seenland liegt in Tirol und besteht aus dem vom Alpbach durchflossenen Seitental des Inns und der durch zahlreiche Seen geprägten Region vor dem Eingang des Tals. In der Region liegen neun Dörfer: Alpbach, Reith im Alpbachtal, Kramsach, Brandenberg, Breitenbach, Münster, Brixlegg, Radfeld und Kundl, sowie die historische Kleinstadt Rattenberg. Südwestlich schließt das Zillertal an und nordöstlich die Wildschönau. Die Berge im Alpbachtal Seenland gehören zu den Kitzbüheler Alpen, dem Rofangebirge sowie den Brandenberger Alpen. Der höchste Berg ist der 2.425 Meter hohe Große Galtenberg. Der wohl bekannteste Ort der Region ist Alpbach –  gewählt zum schönsten Dorf Österreichs.

Im Sommer ist das Alpbachtal Seenland auf Grund seiner Lage ideal für Wanderer jeder Art, sowohl für Bergsteiger, als auch für Genuss-Wanderer und Familien mit kleinen Kindern. Im Winter stehen Skifahrern insgesamt 109 Pistenkilometer im Skigebiet Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau zur Verfügung, natürlich mit zahlreichen Loipen.

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