21. November 2018

Kaunertal: Wilde Naturlandschaften für alle erlebbar. Ein barrierefreier Winterurlaub auf den Pisten und Loipen

Winterurlaub für Rollstuhlfahrer? Das geht und ist gar nicht so schwer umzusetzen – wenn die Infrastruktur stimmt. Im Kaunertal tut sie das. Garantiert und in allen Bereichen. Im Tal und auf dem Berg.

Wer einen Rollstuhlfahrer in der Familie hat, weiß, dass man bei der Wahl eines geeigneten Urlaubsziels viel bedenken muss: Im Hotel müssen die Türen breit und die Bäder groß genug sein, zu viele Stufen sind auch unpraktisch, draußen braucht man Wege, die auch mit dem Rollstuhl befahrbar sind und an den Aktivitäten sollen alle Familienmitglieder teilnehmen können. In Tirol im Kaunertal ist das möglich. Gemeinsam kann man hier die wilde Schönheit der Natur genießen, über die vielen Gipfel der Dreitausender blicken und sich gemeinsam beim Skifahren oder Langlaufen vergnügen. Denn trotz der hohen Berge ist das Kaunertal barrierefrei und damit ein idealer Urlaubsort für alle Rollstuhlfahrer – auch im Winter.

Mit dem Mono-Skibob über die Gletscherpisten carven

Mit der Gletscherstraße fing die Barrierefreiheit im Kaunertal wohl an. Diese landschaftlich so beeindruckend gelegene Mautstraße führt direkt bis an den Gletscherrand. Vom Auto auf die Piste – und daher ideal für Rollstuhlfahrer. Das Kaunertal wurde immer beliebter bei Mono-Skibob-Fahrer. Seit 1988 ist das Skifahren für Rollstuhlfahrer olympisch und erfreut sich auch im Hobbysportbereich großer Beliebtheit. Ein Mono-Skibob ist eine Konstruktion aus einer Sitzschale, die auf einen Ski montiert ist. Statt Skistöcken gibt es spezielle Unterarmstützen, an deren unterem Ende ebenfalls kleine Ski montiert sind. Und genau dafür ist das Angebot auf dem Kaunertaler Gletscher perfekt: Die vordersten Parkplätze auf 2.750 Metern, direkt am Pistenrand, sind reserviert für all jene Skifahrer, die nicht gehen können. Und auch der Rest des Skigebiets ist komplett barrierefrei. Alle Lifte sind ebenerdig zugänglich, das Personal an den Liften ist entsprechend geschult und auf Mono-Skibob-Fahrer eingestellt, das Gletscherrestaurant ist mit rollstuhlgerechten Toiletten und Aufzügen ausgestattet, Gäste mit Behinderung erhalten ab einer Invalidität von 60 Prozent ermäßigte Skipässe und es werden Mono-Skibob-Kurse angeboten. Diese gibt es für Anfänger, aber auch für Fortgeschrittene und die Mono-Skibobs gibt es natürlich auch zum Ausleihen. Und da eben die Infrastruktur stimmt, sind auch immer wieder größere Trainingsgruppen und Nationalmannschaften vor Ort. Übrigens: Selbst die Aussichtsplattform an der Karlesjochbahn ist barrierefrei zu erreichen, wovon nicht nur die Monoskibob- und Rollstuhlfahrer profitieren. Auch Familien, die einen Kinderwagen dabeihaben, und Menschen, die nicht so gut zu Fuß sind, können dadurch problemlos bis zum höchsten Punkt des Skigebiets gelangen.

Barrierefreie Loipen und Langlaufschlitten

Was auf dem Gletscher funktioniert, setzt sich im Tal fort. Auch hier kann man sich als Rollstuhlfahrer wintersportlich betätigen. Auf die Loipen geht es nämlich mit speziellen Langlaufschlitten – ein Sitz auf zwei schmalen Skiern. Wer selbst kein solches Gerät besitzt, kann es sich ausleihen und auch gleich einen Langlauflehrer buchen. Dass auch die Loipen barrierefrei zugänglich sind, versteht sich von selbst.

Barrierefrei und trotzdem geschmackvoll – die Unterkünfte im Kaunertal

2013 wurde das Kaunertal für diese Angebote mit dem EDEN Award ausgezeichnet, ein Preis, der 2013 explizit für barrierefreie und innovative Tourismuskonzepte vergeben wurde. Touristische Angebote alleine reichen aber noch nicht für einen erfolgreichen, barrierefreien Urlaub, schließlich müssen die Gäste auch entsprechend übernachten und essen können. Vorreiter und Leuchtturmprojekt der barrierefreien Hotellerie ist das 4-Sterne-Hotel Weisseespitze – das erste Rolli-Hotel der Alpen. Hier wird das Thema Barrierefreiheit mit Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit gelebt: der Wellnessbereich ist ebenso barrierefrei wie die Bar, die Aktiv-Angebote und natürlich die Zimmer. Ebenfalls barrierefrei sind das 4-Sterne-Hotel Kirchenwirt und für den kleineren Geldbeutel das Haus Renate und das Haus Almrausch. Auch das Quellalpin, das neue öffentliche Schwimmbad mit Saunabereich, ist barrierefrei nutzbar. Und wer in ein Restaurant möchte, gelangt ohne Stufen in die Truyenstube, ins Quellalpin und in den Kirchenwirt; Rollis kommen problemlos in den Kiwi Pub, ins Gletscherrestaurant Weißsee sowie ins Naturparkhaus Kaunergrat. In den Sportgeschäften Plankensteiner, Larcher und Schranz kann man die verschiedenen Sportgeräte ausleihen.


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Nina Genböck
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Eingebettet zwischen den Gipfeln der Samnaungruppe im Norden und Westen, dem Kaunergrat der Ötztaler Alpen im Osten und der Glockturmgruppe im Süden liegt das Tiroler Oberland an der Grenze zu Italien und der Schweiz. Von Dreitausender-Gipfeln über Gletscherhänge bis zu sonnigen Hochplateaus, malerischen Alpendörfern und erfrischenden Seen und Bächen – das Oberland bietet alles, was man für einen aktiven Sommerurlaub braucht.

Das Tiroler Oberland vereint die Regionen Kaunertal, Fendels, Kauns und Kaunerberg, sowie Nauders am Reschenpass und die Orte Prutz, Ried, Tösens, Pfunds und Spiss.

Das Kaunertal mit seinen idyllischen Bergdörfern zählt zu den schönsten und ursprünglichsten Landschaften Tirols. Es ist Teil des Naturparks Kaunergrat, geprägt durch das Hochgebirge mit dem Kaunertaler Gletscher und eine artenreiche Flora und Fauna.

In Nauders ist die Nähe Italiens schon spürbar. Das Klima ist deutlich milder als im hochgebirgigen Kaunertal. Die stark terrassierte Landschaft zeigt, dass in der Region trotz ihrer Höhenlage schon seit Jahrhunderten Ackerbau betrieben wird.

Das Oberinntal mit seinen Orten von Prutz bis Pfunds ist geprägt von naturbelassenen Auwäldern im Tal und einzigartigen Hochtälern und Hochplateaus. Am Ende des Tals, auf 1.627 Metern über dem Meeresspiegel, liegt das Örtchen Spiss. Es ist Österreichs höchstgelegene Gemeinde.

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2. November 2022

Winter im Kaunertal: Frühbuchen, sparen und ab auf die Piste

VorHANG auf für die neue Ski-Saison. Schon im Herbst wird auf dem Kaunertaler Gletscher der Winter begrüßt. Breite Gletscherpisten auf Naturschnee warten auf die Skifahrer. Insgesamt gibt es 55 Pistenkilometer abzufahren, dreimal geht es rauf auf über 3000 Meter – und das schneesicher von Oktober bis Mai. Auch Anstehen an den Liften braucht keiner, dank der modernen Falgin-, Karles- und der Weißseejochbahn. Dazu ist das Skigebiet zu 100 Prozent barrierefrei.
Beim Skifahren soll der Spaß im Vordergrund stehen, aber ohne dass Natur und Klima ins Hintertreffen geraten. Im gesamten Kaunertal wird deswegen auf Nachhaltigkeit, Naturnähe und Schonung der Ressourcen geachtet. Und genau aus diesem Grund wurde das Kaunertal 2021 als einziger Ort Österreichs als „Best Tourism Village“ ausgezeichnet.

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