13. April 2021

Frei wie Wind und Wolken: Grado ist Italiens Hotspot für Kitesurfer und Stand-Up-Paddler. Zu jeder Jahreszeit bieten flache Küstenabschnitte und die frische Bora ideale Bedingungen

Nach dem Lockdown steigt die Vorfreude darauf, Neues zu entdecken. Um sich für den richtigen Strandurlaub entscheiden zu können, gibt es hier einen Ausblick auf die besten Wasserport-Angebote an der nördlichen Adriaküste rund um Grado.
Wer mit dem Wind spielen und über Wasser fliegen will, der braucht ein Revier mit frischen konstanten Böen, langen, flachen Küsten und weitläufigen Sandbänken. Das alles bietet Grado den begeisterten Kitesurfern und Freunden des SUP. Die kleine Hafenstadt liegt auf einer Landzunge, umgeben von Lagunen, kleinen Inseln und einem herrlichen Naturschutzgebiet. Grado gilt im Sommer als Sonneninsel, aber seine Kite- und SUP-Reviere, die Sandbank „Isolotto“, der Strand „Punta Barbacale“ und die Insel Barbana, bieten sogar das ganze Jahr über die besten Bedingungen für Wellenreiter, Überflieger und standhafte Paddler. Für die passende Power sorgt die Bora, ein kräftiger Fallwind, der von Osten her über die Adria wirbelt.

Kitesurfen in Grado: perfekter Wind, flaches Wasser und eine herrliche Natur
Die nördliche Adria, gerade im Bereich von Grado und seinen Lagunen und Inseln, eignet sich hervorragend für viele Arten des Wassersports. Das gilt für Profis aber auch für Anfänger, die vielleicht einmal eine neue Sportart kennenlernen wollen. Zum Bespiel das Kitesurfen. Hierbei fliegt man förmlich über die Wellen – mit einem Board und einem speziellen Drachen. Die Geschwindigkeit, das Spielen mit den Elementen und die „Air Time“, also die Zeit, in der man abhebt und über dem Wasser schwebt, machen den Reiz dieses Sports aus. In den letzten Jahren hat sich Grado zu einem beliebten Treffpunkt der europäischen Kitesurf-Szene entwickelt. Man trifft zu jeder Jahreszeit auf Kitesurfer aus Slowenien, Kroatien, Österreich und Deutschland und kann sich ein paar Tricks abschauen. In Grado gibt es zwei bekannte Kitesurf-Reviere: Die Sandbank „Isolotto“ in Sacca die Moreri und den Strand „Punta Barbacale“ bei Grado Pineta. Sie werden nicht nur von Einheimischen hochgeschätzt, sondern sind auch für Anfänger ideal, um erste Versuche mit Kite und Kitebrett auf dem Wasser zu probieren.

Fliegen lernen: Grado bietet vielseitige Kursangebote für die gesamte Familie
Kitesurfen ist sowohl für Kinder als auch für Erwachsene gut geeignet. In Grado helfen Vereine und Sportschulen bei den ersten Versuchen und geben wichtige Tipps für die Ausrüstung, die sich den wechselnden Witterungsbedingungen anpassen muss. Das umfangreiche Kursangebot kann von Ende März bis Mitte Oktober genutzt werden. In Rahmen eines zweistündigen Basiskurses lernt man zunächst die wichtigsten Sicherheitsmaßnahmen. Dann folgt der erste „Flug“ – allerdings erst einmal auf dem Simulator. Denn draußen auf dem Wasser wartet meist die Bora mit einer mehr als frischen Brise. Intensiv-Kurse von bis zu sieben Stunden geben Einblick in das richtige Gleiten des Boards im Wasser. Die Kurse finden vorwiegend am Nachmittag statt und können einzeln und mit der gesamten Familie absolviert werden.

„Isolotto“: Die weitläufige Sandbank ist für Kitesurf-Profis und für Anfänger gut geeignet
Westlich der Altstadt von Grado liegt die „Isolotto“ und ist leicht vom Strand „Grado Pineta“ zu erreichen. Eigentlich handelt es sich um eine vorgelagerte Sandbank, sie wird jedoch aufgrund ihres Aussehens als kleine Insel bezeichnet. Das ganze Jahr über kann man hier Kitesurfen. Zwischen März und Juni sowie von September bis November gibt es die besten Wetterbedingungen. Vor allem der aus dem Süden kommende Wind und die Süd-West-Strömung der Adria, die besonders am Nachmittag auftritt, bilden gute Voraussetzung, um das Kiteboard zum Einsatz kommen zu lassen. Wer auf „Isolotto“ das Kitesurfen zum ersten Mal ausprobieren möchte, findet beste Voraussetzungen. Die großen Flächen für Start und Landung sowie das flache Gewässer sind für Einsteiger gut geeignet. Südlich und westlich von der Insel gibt es freie Flächen ohne störendes Seegras. 

Kitesurf-Revier „Punta Barbacale“: Die raue Bora bittet zum Tanz über den Wellen
Das östlichste Ende des Strandes Grado Pineta ist „Punta Barbacale“, eine Rasenfläche, die für Start und Landung beim Kitesurfen gut geeignet ist. Mit einem Drachenwagen erfolgen die Abfahrten je nach Wind- und Gezeitenverhältnissen Richtung Osten oder Westen. Für fortgeschrittene Kitesurfer eine gute Gelegenheit, ein paar Freestyle-Manöver mit dem Drachen auszuprobieren. Auf diesem Kite-Strand kommt ein besonderes Wetterphänomen zum Einsatz: die Bora, ein böiger Fallwind, der aus Osten auf die Küste eintrifft. Sie bringt meistens stärkeren Wind und bietet vor allem für Könner die richtige Brise. In den Wintermonaten kann die Bora bis zu 14 Tage ununterbrochen wehen, in den Sommermonaten tritt sie auch manchmal nur ein paar Stunden auf, dann aber plötzlich und heftig. Dann sollte man beim Tanz mit Wind und Wellen das Kitesurfen beherrschen.

Mit dem SUP-Board raus aufs Meer und zur Insel Barbana
Neben dem Kitesurfen ist das Stand-Up-Paddeln, kurz SUP, eine gute Alternative, um mit einem Board rund um Grado die Wasser-Reviere beim eher gemütlichen Surfen kennen zu lernen. In den letzten Jahren hat sich auch dieser Wassersport an der nördlichen Adria zu einem neuen Trend entwickelt. Das Paddeln im Stand auf einem Surfbrett hat seinen Ursprung übrigens im Pazifik. Das Volk der Polynesier fischt auf Tahiti stehend im Kanu.
SUP kennt keine Altersgrenze und benötigt keine Vorkenntnisse. Der Umgang mit dem SUP-Board ist kinderleicht zu erlernen: Der Surfer steht auf einem Board und bewegt sich mit einem Paddel voran. Geübte Körper-Koordination und ein guter Gleichgewichtssinn sind aber Voraussetzung. Der Wassersport verbindet unbeschwertes Wellenreiten mit körperlicher Fitness. In flachen Gewässern lernt man den Umgang mit dem Board wohl am schnellsten. Dafür bieten die Strände von Grado ausgezeichnete Bedingungen: viele Sandbänke, ruhige Gewässer und kaum Fluten.  UP-Kurse und SUP-Touren können in Grado bei Sportvereinen gebucht werden. Unter Anleitung eines Experten gelangt man zu wunderschönen Stränden, die man nur mit dem SUP-Board erreichen kann, zum Beispiel die Sandbank Mula di Muggia oder die Strandpromenade Nazario Sauro.
Ein besonderes SUP-Erlebnis ist der Ausflug auf die Insel Barbana – jeden Samstag zwischen Mai und September. Treffpunkt für Kurse und Ausflüge ist Grados Hauptstrand „Spiaggia Principale GIT“. Die spezielle Ausrüstung, Brett, Paddel und Schwimmweste können bei den Sportvereinen ausgeliehen werden.

Weitere Informationen unter: www.grado.it


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Nina Genböck
nina.genboeck@genboeckpr.de
Tel.: 030 22487701

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