13. Dezember 2018

Ein Tal für alle Möglichkeiten – winterwandern, langlaufen oder rodeln. Im Kaunertal zeigt sich der Winter von seinen schönsten Seiten

Es muss ja nicht immer Skifahren sein. Der Winter hat so viele andere Seiten zu bieten. Und wer ein bisschen mehr tun möchte, als nur die glitzernde Landschaft zu betrachten, der kann im Tiroler Kaunertal viel erleben: winterwandern, mit den Schneeschuhen wandern, langlaufen, rodeln, Pferdeschlitten fahren, Eisstock schießen, Wildtiere beobachten oder sogar vereiste Wasserfälle hinaufklettern.

Zu Fuß über präparierte Winterwanderwege spazieren und vom Adlerblick ins Tal schauen

Das Wandern durch die verschneite Berglandschaft ist ein Vergnügen für die ganze Familie. Zahlreiche Winterwanderwege durchziehen das Kaunertal. Mal liegen sie neben den Loipen, mal führen sie zu einem Aussichtspunkt, es geht durch den Wald oder ein Stück den Berg hinauf. Besonders schön ist der Weg zur Aussichtsplattform Adlerblick. Der beeindruckende Blick über das gesamte Kaunertal entschädigt für den kurzen aber steilen Anstieg. Auch die anderen Winterwanderwege bieten imposante Ein- und Ausblicke auf die wild und hoch aufragenden Gipfel des Kaunertals. Die kleinsten Gäste können auf diesen präparierten Wegen ganz einfach auf dem Schlitten über den Schnee gezogen werden, größere Kinder machen entlang des Weges eine Schneeballschlacht oder bauen einen Schneemann und die Erwachsenen genießen einfach die frische Luft und das wilde Bergpanorama. Montags, mittwochs und freitags werden geführte Nordic-Walking-Touren auf diesen Winterwanderwegen angeboten, bei denen auch die richtige und effektive Technik vermittelt wird.

Bei Sonnenschein oder Flutlicht – Rodeln macht auch auf der neuen Verpeilrodelbahn Spaß

Die volle Ladung Familienspaß verspricht eine Rodelpartie. Im Kaunertal gibt es seit diesem Winter fünf Naturrodelbahnen. Zwei davon sind abends beleuchtet. Ganz neu ist die Verpeilrodelbahn, 3,2 Kilometer führt sie vom Aussichtspunkt Adlerblick nach Feichten. Für diesen Spaß muss man vom Lärchenhof rund eine Stunde den Weg hinauf gehen. Besonders bequem ist die mit dem Gütesiegel ausgezeichnete Rodelbahn in Fendels zu erreichen, hier geht es nämlich mit dem Lift zum Startpunkt. So kann man die 4,5 Kilometer lange Strecke mühelos gleich mehrmals abfahren und an Donnerstagen bei Flutlicht auch bis spät am Abend. Zu Fuß zu erreichen sind die Rodelbahnen vom Schnadiger Weiher nach Kaunerberg (2 km), von der Falkaunsalm in Tal (4 km) und von den alten Ögghöfen hinunter nach Feichten (2 km). Bei letzterer ist immer montags Rodelabend mit Glühweinparty. Wer keinen eigenen Schlitten dabei hat, kann sich in den Sportgeschäften im Tal und an der Mautstation hinauf um Gletscher für rund vier Euro pro Tag einen Rodel ausleihen.

Das Kaunertal gehört zu Tirols Langlaufspezialisten

Das Schöne am Langlaufen ist, dass es jeder in seiner Geschwindigkeit machen kann. Wer es gemütlich mag, wandert einfach auf den Skiern durch die Loipen. Ambitionierte ziehen in eleganten langen Gleitphasen durch die Spuren und wer sich so richtig auspowern möchte, fährt im Skatingstil auf den gewalzten Wegen neben den klassischen Loipen. Das Kaunertal ist eine Region der zertifizierten „Tiroler Langlaufspezialisten“ und kann neben dem weitläufigen Loipen-Angebot auch kompetente Beratung, modernes Leihmaterial, Langlaufkurse und eine komfortable Infrastruktur wie etwa qualifizierte Unterkünfte bieten. Besonders beliebt auch bei den Einheimischen ist übrigens die Nachtloipe bei Feichten, die bis 22 Uhr beleuchtet ist.

Mit den Schneeschuhen querfeldein durch den Tiefschnee im Naturpark

Wo kein Pfad mehr führt, kommen die Schneeschuhe zum Einsatz. Es ist die wohl leiseste und einsamste Art sich im Schnee fortzubewegen. Um einen herum nur die verschneite, glitzernde Welt. Einige der schönsten Wanderungen mit Schneeschuhen führen durch den Naturpark Kaunergrat. Im Rahmen des Naturpark-Wochenprogramms begleiten Wanderführer, Biologen, Jäger oder Bauern die Gäste zu verschiedenen Themen raus in die Natur. Für Kinder werden spezielle Winter-Scout-Touren angeboten.

Eisstockschießen, Pferdeschlittenfahrten, Wildtiere beobachten oder Eisklettern

Neben dem Winterwandern, Langlaufen, Rodeln und Schneeschuhwandern kann im Kaunertal noch einigen anderen Aktivitäten nachgehen. Besonders beliebt ist das Eisstockschießen – ein bisschen wie kegeln, nur eben auf dem Eis. Ebenfalls eisig, aber wesentlich anspruchsvoller ist das Klettern an den über 20 gefrorenen Wasserfällen. Das Kaunertal zählt bei Eiskletterern zu den beliebtesten und schönsten Zielen. In Kursen mit Kletterprofis können Anfänger die Herausforderung annehmen und Routen wie „Das Problem“ oder „Angst vor Lust“ erklimmen. Ein bleibendes und beeindruckendes Erlebnis ist ein Besuch am Wildtiergehege von Familie Schranz in Fendels: Jeden Mittwoch ab 16 Uhr kommen die Rehe, Hirsche und andere Tiere schon ganz von selbst zur Wildtierfütterung zum Hof. Einen romantischen Nostalgie-Touch hat eine Pferdeschlittenfahrt durch das verschneite Kaunertal.


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Nina Genböck
nina.genboeck@genboeckpr.de
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Eingebettet zwischen den Gipfeln der Samnaungruppe im Norden und Westen, dem Kaunergrat der Ötztaler Alpen im Osten und der Glockturmgruppe im Süden liegt das Tiroler Oberland an der Grenze zu Italien und der Schweiz. Von Dreitausender-Gipfeln über Gletscherhänge bis zu sonnigen Hochplateaus, malerischen Alpendörfern und erfrischenden Seen und Bächen – das Oberland bietet alles, was man für einen aktiven Sommerurlaub braucht.

Das Tiroler Oberland vereint die Regionen Kaunertal, Fendels, Kauns und Kaunerberg, sowie Nauders am Reschenpass und die Orte Prutz, Ried, Tösens, Pfunds und Spiss.

Das Kaunertal mit seinen idyllischen Bergdörfern zählt zu den schönsten und ursprünglichsten Landschaften Tirols. Es ist Teil des Naturparks Kaunergrat, geprägt durch das Hochgebirge mit dem Kaunertaler Gletscher und eine artenreiche Flora und Fauna.

In Nauders ist die Nähe Italiens schon spürbar. Das Klima ist deutlich milder als im hochgebirgigen Kaunertal. Die stark terrassierte Landschaft zeigt, dass in der Region trotz ihrer Höhenlage schon seit Jahrhunderten Ackerbau betrieben wird.

Das Oberinntal mit seinen Orten von Prutz bis Pfunds ist geprägt von naturbelassenen Auwäldern im Tal und einzigartigen Hochtälern und Hochplateaus. Am Ende des Tals, auf 1.627 Metern über dem Meeresspiegel, liegt das Örtchen Spiss. Es ist Österreichs höchstgelegene Gemeinde.

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