23. September 2016

Die interessantesten Geschichten und Personen auf den 5 Tiroler Gletschern – Teil 1 –

Auf den 5 Tiroler Gletschern gibt es zahlreiche Superlative. Nicht nur, dass sie die höchsten Skigebiete in Österreich sind, hier fahren auch Seilbahnen hoch hinaus, Küchenchefs stehen vor besonderen Herausforderungen, Snowpark-Shaper geben ihr Bestes und die Events sind auch eine Klasse für sich. Hier stellen wir Ihnen fünf interessante Persönlichkeiten vor, die für je eines der Themen auf den 5 Tiroler Gletschern stehen.

Jürg Tarmann, 60, ist Pistenchef am Hintertuxer Gletscher, Österreichs einzigem Ganzjahresskigebiet. 365 Tage im Jahr darf man hier mit ausgezeichneten Pisten und atemberaubenden Panoramen rechnen. Damit aber noch nicht genug: Der Hintertuxer Gletscher hat sich auch zum größten Trainingsgelände des internationalen Skisports entwickelt. Von Mai bis Dezember bereiten sich auf den Pisten zahlreiche Profis und Nachwuchssportler aus der ganzen Welt auf die kommende Saison vor. Pistenchef Jürg Tarmann muss da einen kühlen Kopf und den Überblick behalten.

Herr Tarmann, wie viele Nationen bereiten sich jährlich auf den Pisten des Hintertuxer Gletscher auf die bevorstehende Saison vor?
Im vergangenen Jahr haben Skifahrer aus 57 Nationen bei uns trainiert. Darunter sind Teams aus den USA, Südkorea, Australien, Deutschland, Belgien, Italien, Bosnien, dem Libanon, der Türkei, Zypern, Griechenland, England, Frankreich, Spanien und natürlich aus Österreich.

Wie viele Pisten müssen Sie koordinieren und wie entscheiden Sie, welches Team welche Piste bekommt?
Im Sommer haben wir 30 Trainingspisten zur Verfügung. Das heißt, dass alle zusammen trainieren müssen. Und das muss gut organisiert und koordiniert werden. Kinder fahren in einem anderen Radius Ski als Erwachsene, Frauen in einem anderen als Männer. Grundsätzlich muss das Niveau der gemeinsam trainierenden Fahrer ähnlich sein. Manche Trainier schummeln gerne mal und behaupten, dass ihre Mannschaft die Beste sei. Ich schaue mir aber die Teams immer genau an und vergleiche bei den FIS-Fahrern zum Beispiel auch die Punkte. Wenn es sein muss, greife ich schon mal ein – zum Beispiel wenn eine Mannschaft zu viel Platz beansprucht. Im Großen und Ganzen ist die Koordination eine große logistische Aufgabe. Wenn Teams aus Übersee drei Wochen zum Trainieren zu uns kommen und mit Sack und Pack vor der Türe stehen, muss alles funktionieren und perfekt eingeteilt sein. Alle müssen sowohl die FIS-Regeln als auch die internationale Wettkampfordnung einhalten, Sicherheit steht an erster Stelle. Daher müssen alle Mannschaften vor dem Training eine Vereinbarung unterschreiben. Diesen gibt es mittlerweile in 16 Sprachen.

Werden Weltcupsieger bevorzugt oder anders behandelt als Nachwuchsmannschaften?
Nein, bei mir wird jeder gleich behandelt, der Nachwuchs genauso wie die Profis. Ich sage immer, ohne Nachwuchs haben wir keine Zukunft.

Ganz ehrlich: Gibt es nie Bestechungsversuche?
Nein, das gibt es nicht. Das würde auch gar nicht gehen. Und wenn dann doch einer mal – so wie vor kurzem – einen guten Käse mitbringt, dann sag ich ihm gleich: Schneid ihn auf, bring ihn zu den Trainern und esst ihn alle gemeinsam. Es klappt wirklich gut bei uns am Hintertuxer Gletscher. Es entwickeln sich auch Freundschaften, wie zwischen dem iranischen und dem amerikanischen Team, die letztlich sogar Trikots getauscht haben. Im Sport geschehen Dinge, die in der Politik leider nicht funktionieren.

Dürfen im Skigebiet auch Amateur-Skifahrer oder -Boarder ihre Kurven ziehen, die nicht für die nächste Weltcupsaison trainieren?
Selbstverständlich, wir haben Platz für alle. Die Pisten für die Amateure werden nicht belegt. Ganz im Gegenteil, der Gast soll immer freie Fahrt haben. Die Trainingsstrecken für Abfahrt und Super G werden bei uns ins Skigebiet integriert, an Stellen, an denen der normale Skifahrer selten unterwegs ist, zum Beispiel unter den Liftpfeilern. Diese Pisten werden nur für die Rennläufer präpariert. Oder wir schaffen Korridore für die Athleten, wo sie in Ruhe trainieren können. Im Herbst kommen viele Gäste, um auf Autogrammjagd zu gehen – mit Erfolg. Die Mannschaften machen das gerne.

Die Pisten werden ja das ganze Jahr über präpariert. Wie viele Menschen arbeiten täglich, damit man jeden Tag Skifahren kann?
Alleine im Sommer sind etwa 120 Personen im Einsatz. Im Winter sind es noch mehr, dann ist das Skigebiet ja auch größer. Insgesamt werden es dann rund 170 Personen sein, die an den Liften, den Kassen, auf den Pisten, in der Verwaltung oder in den Restaurants arbeiten.

Bevorzugen Sie den Sommer oder Winter am Gletscher?
Im Winter bin ich gar nicht als Pistenchef am Gletscher, sondern bin Chefskilehrer. Ich fahre also selber Ski. Ehrlich gesagt, hört der Winter für mich nie auf.

Wo man auf den 5 Tiroler Gletschern Stars treffen und selbst noch etwas lernen kann:
Auch auf den anderen Gletschern tummeln sich Ski-Stars und solche die es werden möchten. Und es gibt beste Möglichkeiten, das eigene Können zu verbessern. Die neuesten Freeride-Ski testen Interessierte zum Beispiel am 25. und 26. März 2017 beim FreerideTestival auf dem Kaunertaler Gletscher. Wer alles rund ums Freeriden lernen möchte, besucht eines der drei Freeride Camps presented by Haglöfs auf dem Pitztaler Gletscher. Die Camps finden vom 27. bis 29. Januar, vom 10. bis 12. März und vom 31. März bis 2. April 2017 statt. Die großen Stars der Szene trifft man vom 21. bis 23. Oktober 2016 beim FIS Ski Weltcup Opening auf dem Gletscher in Sölden. Speziell für Frauen sind die Powder Department Ladies Days auf dem Stubaier Gletscher, die vom 29. bis 31. Januar 2017 stattfinden.

Auf dem Hintertuxer Gletscher, dem Pitztaler Gletscher und dem Gletscher in Sölden kann man schon jetzt Ski fahren. Der Stubaier Gletscher öffnet seine Pisten voraussichtlich am 30. September, der Kaunertaler Gletscher am 1. Oktober 2016.


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Nina Genböck
nina.genboeck@genboeckpr.de
Tel.: 030 22487701

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