2. Dezember 2021

Auszeichnung „Best Tourism Village by UNWTO“ für das Kaunertal: Zum ersten Mal geht der Preis für Nachhaltigkeit an eine österreichische Destination – der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen gratuliert

„Ich gratuliere dem Kaunertal und allen Kaunertalerinnen und Kaunertalern sehr herzlich zu dieser internationalen Auszeichnung. Die Entwicklung hin zu einem nachhaltigen Tourismus ist in Zeiten der Klimakrise der einzige richtige und erfolgversprechende Weg“, gratuliert Bundespräsident Alexander Van der Bellen, der im Kaunertal aufgewachsen ist und dem Tal bis heute sehr verbunden ist.

Mehr als 170 Regionen aus 75 Länder bewerben sich als „Best Tourism Village by UNWTO“
Die Welttourismusorganisation (UNWTO) ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Zu ihren Zielen gehört die Förderung der Entwicklung eines verantwortungsvollen, nachhaltigen und für alle zugänglichen Tourismus und so soll durch die Initiative „Best Tourism Villages by UNWTO“ weltweit der Tourismus zur Aufwertung und zum Schutz der Regionen beitragen. Landschaften, Wissenssysteme, biologische und kulturelle Vielfalt sowie lokale Werte und Aktivitäten der Regionen werden damit gefördert.
Für den „Best Tourism Villages by UNWTO“ im Jahr 2021 haben sich mehr als 170 Regionen aus 75 Ländern beworben – der Großteil aus den USA und Europa. Anfang Dezember konnte die Bewerbung des Kaunertals die Jury bei der UNTWO-Generalversammlung überzeugen. Die Preisverleihung fand am 2. Dezember in Madrid statt. Während des Bewerbungsprozesses achtete das Beratungsgremium auf eine Reihe von spezifischen Indikatoren wie beispielsweise die Förderung und Erhaltung kultureller Ressourcen, wirtschaftliche, soziale und ökologische Nachhaltigkeit sowie Infrastruktur und Gesundheit.
Nachhaltiger Tourismus wurde im Kaunertal schon lange gelebt, das Tal steht für einen zukunftsfähigen Tourismus mit einer sehr hohen Lebensqualität für die Bevölkerung und wertvollen Projekten im Bereich Klimawandelanpassung. Und schon seit Jahren gelingt dies – vor allem durch die Zusammenarbeit mit der Bevölkerung.
Den größten Aufschwung hat das alpine Tal dann durch die Klimawandelanpassung und durch das Förderprojekt „Clean Alpine Region“ (CLAR) erhalten.  Im Kaunertal denkt man an die Zukunft – mit dem aktiven Naturpark Kaunergrat, dessen Schutzgebiet in diesem Jahr erweitert wurde, dem Fokus der Barrierefreiheit bei Wanderwegen und Unterkünften sowie dem kulturell und historisch wichtigen Zeitzeugen-Archiv und den neuesten Nachhaltigkeitsmaßnahmen wie dem Naturpark-E-Shuttle, der „Raus aus Öl“-Initiative oder der „Klimabaustelle Kaunergrat“.

CLAR – das Kaunertal ist preisverdächtig.
Michaela Gasser Mark, Projektträgerin CLAR Kaunergrat/Geschäftsführerin des Kaunertal Tourismus:
„Die bewusste Ausrichtung als nachhaltige Region, welche sich vor allem mit dem Klimawandel und möglichen Anpassungsstrategien beschäftigt, ist schon seit vielen Jahren unser Thema in der Ausrichtung des Tourismus in der Region Kaunertal. Umso schöner ist es, nun die Bestätigung in den Händen zu halten! Ich bedanke mich bei allen, die diesen Weg mitgegangen sind!“

„CLAR – Clean Alpine Region Kaunergrat“: klimafreundlich, CO2-arm und ressourcenschonend
Die Naturpark- und Gletscherregion Kaunertal gilt seit 2020 als „Clean Alpine Region Kaunergrat“ (CLAR). Hier gibt es keinen Massentourismus, stattdessen Urlauber und Einheimische, die so nachhaltig wie möglich leben und die Natur bewusst erleben wollen. Eine intakte und unberührte Naturlandschaft steht für die Tiroler Tourismusregion an oberster Stelle. Mit dem CLAR-Konzept, das vom Europäischen Regionalfonds gefördert wird, wurden und werden von September 2020 bis Juni 2022 Betriebe mit klimafreundlichen Tourismusangeboten unterstützt. Dazu gehören der Naturpark-E-Shuttle, die Klimabaustelle in Kooperation mit dem DAV, die „Raus aus Öl“-Initiative für Betriebe, ein Bevölkerungsbeteiligungsprozess „Zukunft. Lebensraum“ und weitere Maßnahmen. 

Klimaführer „Wandern im Kaunertal – Genau mein Klima“
Um für jede Wanderung die richtige Tour zu finden, gibt es den Klimaführer. Heute sonnig, aber morgen schon wieder nebelig und kalt?  Für Genuss- und Hobbywanderer dient er als ideale Urlaubsvorbereitung mit viel nützlichen Informationen über die Region und mit zahlreichen Angeboten. Neben Tourenvorschlägen in allen Schwierigkeitsstufen umfasst der Wanderführer mit Mehrwert auch viel Wissenswertes zu den klimatischen Besonderheiten im Kaunertal. Besonders innovativ und einzigartig ist die Einbeziehung des Klimas. Temperatur, Hanglage, Jahreszeit und Exposition der Tour werden erstmals berücksichtigt. Außerdem kombiniert der digitale Tourenfilter das aktuelle Wetter mit den möglichen Tourenvorschlägen. Den Klimaführer gibt es als Buchform und in einer Online-Version zum Download.

Kaunertaler Bergfreiheit: mit wiedergewonnener Mobilität ohne Barriere auf die höchsten Gipfel Tirols
Schon seit vielen Jahren ist die Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderungen im Kaunertal ein großes Thema. Vor rund 20 Jahren wurde in der Region sogar das erste Rollstuhlhotel in den Alpen gebaut. Das Kaunertal hat seither den Aspekt der eingeschränkten Mobilität bei allen Projekten mitgedacht. Viele Wanderwege und Aktivitäten im Kaunertal sind barrierefrei, sicher und für Urlauber in allen Lebensphasen uneingeschränkt zugänglich. Bereits zum fünften Mal findet hier auch das Handbike-Battle entlang der Gletscherstraße statt, bei dem die TeilnehmerInnen knapp 1.000 Höhenmeter überwinden.

Zeitzeugen-Archiv: lokale Traditionen mit viel Geschichte für zukünftige Generationen
Das Kaunertal besitzt eine eigene Identität mit viel Geschichte und Tradition. Viele Menschen im Tal haben Geschichten zu erzählen, die es wert sind, sie aufzuzeichnen. Gemeinsam mit Filmemachern erschufen die Einheimischen das Kaunertaler Zeitungsarchiv. Die erste Dokumentation „Ein Jahr im Kaunertal – Nacht & Heint“ erzählt heutige Alltagsgeschichten und Erinnerungen von über 60 Zeitzeugeninterviews aus den drei Gemeinden Kaunertal, Kauns und Kaunerberg. Das audiovisuelle Material ist äußerst wertvoll für weitere Generationen und alle Gäste im Kaunertal und wurde daher auch in ein frei zugängliches Onlineportal eingepflegt. Dafür interviewte der bekannte deutsche Filmemacher Thomas Junker über 200 Menschen aus dem Tal, darunter auch Persönlichkeiten wie Tobias Moretti. Wichtige Traditionen, wie die Sprache der Einheimischen und das kulturelle Erbe des Kaunertals können damit an die nächsten Generationen weitergegeben werden und den Zusammenhalt im Tal stärken.

Projekt „Raus aus Öl“, Naturpark-E-Shuttle und „Klimabaustelle Kaunergrat“
Mit der Initiative „Raus aus Öl“ unterstützt das Kaunertal einige Tourismusbetriebe bei der Umrüstung der Heizmethoden auf klimaschonende Alternativen. Entwickelt werden Konzepte für eine Umstellung auf erneuerbare Energien. Derzeit nehmen neun Betriebe am Programm „Raus aus Öl“ teil und zeigen damit auch die Wirtschaftlichkeit von Investitionen für den Klimaschutz.
Seit Juni 2021 gibt es den ersten Elektro-Shuttle zum Naturparkhaus Kaunergrat. Bis zu 16 Gäste können CO2-neutral transportiert werden. Mit dem Projekt „Klimabaustelle Kaunergrat“ werden junge Menschen aus dem städtischen Raum für die Landwirtschaft begeistert. Gemeinsam mit einheimischen Bergführern übernehmen Jugendliche eine Woche lang Arbeiten, die auf einer Alm anfallen und unterstützen nicht nur die Landwirtschaft und Bauern, sondern entwickeln damit auch ein neues Bewusstsein für Klima und Kultur.

Projekt „Sykscape“: Sterne schauen am dunkelsten Ort Österreichs
Sterne schauen und deuten hatte immer schon auf die Menschheit einen großen Einfluss. Einen atemberaubenden und ungehinderten Blick auf Millionen von Sternen bietet das „Sternenerlebnis Gepatsch“ im hinteren Kaunertal. Im Rahmen einer Sternwanderung erkundet man die Tiefen des Kosmos entlang der Kaunertaler Gletscherstraße. Der Orion, der Große oder der Kleine Wagen sowie Kassiopeia sind hier mit dem bloßen Auge sichtbar. Das Projekt „Skyscape“ möchte damit die natürliche Nachtlandschaft wieder erlebbar machen und die Dunkelheit als Natur- und Kulturerbe bewahren.

Weitere Informationen unter: www.kaunertal.com


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Pressekontakt

Nina Genböck
nina.genboeck@genboeckpr.de
Tel.: 030 22487701

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