8. Januar 2019

„Art On Snow” in Gastein – 26. Januar bis 1. Februar 2019 „Der Winter in Gastein. Gestern. Heute. Morgen.“

Es ist die achte Ausgabe der Art On Snow in Gastein und auch in diesem Jahr dreht sich wieder alles um Schnee und Eis und wie man beides in eine möglichst schöne Form bekommt. Da wird gepresst, gestampft, gefräst, gemeißelt und poliert bis am Ende wunderschöne Formen und Figuren im Tal und auf den Bergen zu bewundern sind. Das Motto für 2019 lautet „Der Winter in Gastein. Gestern. Heute. Morgen.“ und lässt den Künstlern viel Spielraum für Interpretationen. Am besten überzeugt man sich vom 26. Januar bis 1. Februar selbst und besucht das große Kunstatelier unter freiem Himmel.

Simon Becks Schneebilder aus der Gondel bewundern

2019 erleben Gastein-Gäste den Winter wie er früher war, wie er heute ist und wie er vielleicht morgen sein wird – aus Sicht der Künstler. Das bewusst weit gefasste Motto bietet viel Interpretationsspielraum. Zum vierten Mal ist der Brite Simon Beck dabei. Der passionierte Orientierungsläufer ist bekannt für seine riesigen, mit Schneeschuhen in den frischen Schnee getretenen Bilder, die erst aus der Vogelperspektive so richtig zur Geltung kommen. Wer mit der Gondel fährt, wird Becks einmalige und meist sehr kurzlebigen Werke betrachten können.

Mammuts und Schneekapelle am Stubnerkogel

Ein ebenfalls bestens bekannter Schnee-Künstler der Art on Snow ist Johann Gold, genannt Gold Hans. Der stellvertretende Pistenraupenchef der Gasteiner Bergbahnen lässt jedes Jahr eine Kapelle aus Schnee an der Bergstation der Stubnerkogelbahn entstehen. Sie ist so beliebt bei den Einheimischen, dass sie regelmäßig zum Rosenkranzbeten herkommen. Im vergangenen Winter ließ sich sogar ein Paar in der Schneekapelle trauen. Für 2019 hat sich Gold Hans mit Mammuts beschäftigt, die vor etlichen zehntausend Jahren auch Gastein bevölkerten. Sämtliche Schnee- und Eisskulpturen sind übrigens nicht nur für Skifahrer, sondern auch für Fußgänger zu erleben, da die Werke entweder im Tal oder am Berg neben den Stationen der Gondelbahnen stehen.

Kunstvoll geschnitzte Eisskulpturen, ein Eisschnitz-Workshop und ein -Wettbewerb

Der Entstehung einer Eisskulptur beiwohnen – das geht während des Kunstfestivals überall dort, wo gesägt und geschnitzt wird, zum Beispiel am 26. Januar an der Talstation der Fulseckbahn in Dorfgastein. Der Gasteiner Alex Neumayer, Koch und eine Koryphäe auf dem Gebiet des Obst- und Eisschnitzens, wird dann live mit Hammer, Meißel und Feile eine Skulptur aus einem Eisblock schlagen. Am 27. Januar leitet Neumayer einen Eisschnitz-Workshop im Gemeindepark in Dorfgastein. Ebenfalls am Fulseck wird es riesige, interaktive Schneeskulpturen des Allgäuer Künstlerkollektivs SOMA VISION zu sehen geben. Eine dieser Skulpturen kann man sogar mit Ski oder Snowboard befahren. Am 28. Januar heißt es in Bad Hofgastein dann: „An die Eisblöcke, Meißel in die Hand, losschnitzen!“ Beim Eisschnitz-Wettbewerb treten acht Künstler gegeneinander an. Einzige Vorgabe: Die Kunstwerke müssen zum Motto „Der Winter in Gastein. Gestern. Heute. Morgen.“ passen. Es gewinnt jene Eisskulptur, die die meisten Stimmen der Passanten bekommt.

Frostige Kunst im Iglu, am Berg und im Ortskern von Bad Gastein

An der Bergstation der neuen Schlossalmbahn entsteht eine Iglu-Bar, in der unter anderem Eisskulpturen von Sandra Brugger und Manfred Hellweger und Schnee-Schnitzereien von Kostadin Stoilov ausgestellt werden. Daniel Rauch und Volker Schubert erschaffen Schneeskulpturen an der Tal- und Bergstation der Kaserebenbahn. Im Ortskern von Bad Gastein sind bei der Ausstellung „Glow in the Dark“ Fotos in beleuchteten Schaukästen ausgestellt. Zu sehen sind die Fotos, die vor zehn Jahren beim Snowboard-Foto-Wettbewerb „Monster Session“ entstanden sind. Zudem arbeiten einige andere Künstler live in Bad Gastein an ihren Skulpturen aus Schnee und Eis.


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Nina Genböck
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Selbstverständlich bieten auch die drei Orte viel Kultur. Insbesondere in Bad Gastein kann man noch heute die Spuren der Belle Epoque bewundern.

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