26. Oktober 2018

5 Tiroler Gletscher: Die besten Tipps vom Olympiasieger und Ex-Ski-Profi Benni Raich

Auf den 5 Tiroler Gletschern hat die Skisaison bereits begonnen. Die Temperaturen sind gesunken, der erste Schnee ist gefallen, einige Lifte und Pisten sind geöffnet und schon ziehen auch die Skifahrer ihre Schwünge auf über 3.000 Metern. Vor allem im Herbst ist das Skifahren auf den Gletschern ein besonderes Erlebnis. Wer wüsste das besser als ein ehemaliger Ski-Rennfahrer: Olympiasieger und Weltmeister Benni Raich kennt die 5 Tiroler Gletscher wie seine Westentasche und hat die besten Tipps für alle, die schon im Herbst hoch hinaus möchten.

Eine Abfahrt über 1.000 Höhenmeter auf dem Kaunertaler Gletscher

Der Kaunertaler Gletscher ist unter den hochgelegenen Skigebieten noch ein Geheimtipp. Das findet auch Benni Raich: „Die Anfahrt über die Gletscherstraße bis direkt an den Pistenrand auf 2.750 Metern erspart einem längere Wartezeiten der Zubringerbahnen. Gleichzeitig wird man belohnt mit dem lichtvollen Farbenspiel der Herbstverfärbung bis man im Schneeweiß des Gletschers ankommt. Am liebsten mag ich die 1.000 Höhenmeter lange Abfahrt vom Karlesjoch durch den Skitunnel zur Ochsenalm-Talstation. Das bunte Treiben und die Art und Weise, wie die Freestyler im neu angelegten Snowpark Kaunertal ihre Tricks und Sprünge machen, fasziniert mich als Skifahrer immer wieder.“

Frühstücken im Café 3.440 und Skitouren gehen auf dem Pitztaler Gletscher

„Im Pitztal bin ich zu Hause“, sagt der Ex-Ski-Profi. „Hier habe ich Skifahren gelernt und habe heute zusammen mit meinem Bruder eine Skirennschule für alle, die eben echte Skirennfahrer werden wollen. Wirklich außergewöhnlich finde ich das Café 3.440, das sich im Gebäude neben der Bergstation der Wildspitzbahn befindet. Immer samstags kann man früh morgens hochfahren, frühstücken und dabei ein Traumpanorama genießen. Von hier hat man einen super Blick auf die Wildspitze, den höchsten Berg Nordtirols und einen der Skitourenklassiker in der Region. Für alle Touren-Einsteiger ist der neu geschaffene Skitourenpark am Gletscher ein Top-Tipp.“

James Bond Feeling und drei Dreitausender abfahren auf den Gletschern in Sölden

Sölden – für den Olympiasieger und Weltmeister Benni Raich ist das natürlich mit dem ersten Skirennen der Saison verbunden. In diesem Jahr übrigens am Wochenende vom 26. bis 28. Oktober. „Für viele andere stehen die Gletscher in Sölden – es gibt ja zwei, den Tiefenbach- und den Rettenbachgletscher – mittlerweile für James Bond“, sagt Raich. „Im Ice Q, dem Restaurant neben der Bergstation der Gaislachkogelbahn, wurden Szenen des Bond-Films „Spectre“ gedreht. Und in diesem Jahr hat zusätzlich das „007 Elements“ eröffnet, eine cineastische Bond-Installation. Im Grunde nicht nur für Bond-Fans ein Muss. Und super Ski fahren kann man hier sowieso. Es ist zum Beispiel möglich, gleich drei Dreitausender abzufahren – über die Big3-Ralley.“

Familienfreundlichkeit und der Freeski Weltcup auf dem Stubaier Gletscher

Das größte Gletscherskigebiet Österreichs ist der Stubaier Gletscher mit 35 abwechslungsreichen Abfahrten in allen Schwierigkeitsgraden. Benni Raich findet: „Am Stubaier Gletscher gibt es das BIG Family Ski Camp mit allem, was Kinder und Familien brauchen – und das sage ich aus Erfahrung als Familienvater: Kinder-Restaurant, Kindergarten, spezielle Kinder- und Familien-Pisten und diesen Winter neu der BIG Family Slopestyle für die Freestyle-Stars von morgen. Die Freestyler von heute vergnügen sich im Snowpark DC Stubai Zoo. Hier findet vom 22. bis 24. November der FIS Freeski Worldcup Stubai statt – was die Fahrer für Sprünge machen, Wahnsinn. Ich gehe übrigens am Stubaier Gletscher auch gerne essen: im Schaufelspitz, dem höchstgelegenen Zwei-Hauben-Restaurant der Welt.“

Ganzjährig Skifahren und eine begehbare Gletscherspalte auf dem Hintertuxer Gletscher

„Auf dem Hintertuxer Gletscher habe ich früher oft trainiert. Manchmal waren wir sogar im Sommer oben, denn der Hintertuxer Gletscher ist das einzige ganzjährige Skigebiet in Österreich“, erzählt Benni Raich. „Für die kleinen Skifahrer ist die Kidsslope super: hinein in den Schneetunnel, durch eine Steilkurve und dann über die Wellenbahn – da haben die richtig Spaß. Wer sich für das Innere eines Gletschers interessiert, kann die natürliche Gletscherspalte besuchen, den Natur Eis Palast. Man kann zu Fuß hinein, auch mit Skischuhen, an glitzernden Eiszapfen vorbei gehen und mit einem Schlauchboot über den Eissee fahren – ein einzigartiges Erlebnis.“


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Nina Genböck
nina.genboeck@genboeckpr.de
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So nah wie auf den 5 Tiroler Gletschern ist man dem Himmel sonst nur selten. Bis auf 3.160 Meter geht es im Kaunertal hinauf. Im Pitztal liegt die Bergstation am höchsten: auf 3.440 Metern. In Sölden/Ötztal kommt man bis auf 3.340 Metern und auf dem Stubaier Gletscher bis auf 3.210 Metern. In Hintertux, wo die Gletscherpisten das ganze Jahr geöffnet sind, geht es bis auf 3.250 Meter hinauf.

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